Hypothekarbank Lenzburg und Fintech Helvo lancieren Neobank-Plattform für KMUs
Die Hypothekarbank Lenzburg und das Westschweizer Fintech Helvo lancieren gemeinsam eine Neobank-Plattform für KMUs. Sie soll Geschäftskunden digitale Bankdienstleistungen bieten und Prozesse rund um Firmenkonten, Zahlungen und Buchhaltung vereinfachen.
Das Waadtländer Fintech Helvo und die Hypothekarbank Lenzburg geben eine Partnerschaft für den Betrieb einer Neobanking-Plattform für KMUs bekannt. Die gemeinsam entwickelte Lösung verbindet Geschäftskonten, Zahlungen, Rechnungsstellung, Lohnabrechnung, Buchhaltung und Finanzdaten auf einer Plattform, wie die Aargauer Bank mitteilt. Die Beta-Phase sei nun gestartet.
Helvo mit Sitz in Crissier beschreibt den Service in einem Linkedin-Beitrag als Kombination einer "modernen Finanzsoftware mit einer regulierten Schweizer Bankinfrastruktur, die sich ideal für die Unternehmensintegration und den täglichen Finanzbetrieb eignet". Die Beta-Phase folge nun auf eine Alpha-Phase mit aktiven Kunden aus verschiedenen Regionen der Schweiz. Die Beta steht laut Mitteilung derzeit einer begrenzten Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern in der Schweiz offen. Die offizielle Markteinführung sei für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 vorgesehen.
Reduzierung manueller Aufgaben
Die Plattform ermöglicht die Eröffnung von Geschäftskonten und die Verwaltung täglicher Finanzgeschäfte, wie die Hypothekarbank Lenzburg schreibt. Ziel sei insbesondere die Reduzierung manueller Arbeiten und Abstimmungsprozesse, indem Zahlungs- und Rechnungsflüsse direkt mit Buchhaltungs- und Reporting-Funktionen verknüpft würden.
Die Hypothekarbank Lenzburg fungiere dabei als Bankpartner. Die Aargauer Bank, die im Bereich Banking-as-a-Service tätig ist, stelle die regulierte Schweizer Bankeninfrastruktur bereit, während Helvo die Softwareebene und die Nutzererfahrung für KMU-Geschäftsführer entwickle.
Laut Julien Barbotin-Larrieu, CEO von Helvo, müssten viele KMUs ihre Finanzprozesse noch immer mit nicht vernetzten Tools, Tabellenkalkulationen und manuellen Arbeitsschritten verwalten. Das Fintech wolle dieser Fragmentierung entgegenwirken, indem es die wichtigsten Finanzströme auf einer Plattform bündle.
Laut einer Studie der Hochschule Luzern wächst die Zahl der Schweizer Fintech-Unternehmen nur noch moderat. Der Markt setzt mittlerweile auf KI und Konsolidierung, wie Sie hier lesen können.
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