Pognosen von CBRE

Zürichs RZ-Kapazität verdoppelt sich in den kommenden vier Jahren

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von Andreas Huber und rja

Der Immobiliendienstleister CBRE prognostiziert ein starkes Kapazitätswachstum für Rechenzentren in der Schweiz. Die stärkste Zunahme erwartet er in der Region Zürich. Die Nachfrage wird jedoch von Angebots- und Infrastrukturengpässen gebremst.

(Source: Phonlamaiphoto / Stock.Adobe.com)
(Source: Phonlamaiphoto / Stock.Adobe.com)

In der Schweiz gibt es derzeit 121 Miet-Rechenzentren. Zusammen verfügen sie über ein Potenzial von 340 Megawatt Leistungskapazität. Dies teilt das Immobilienunternehmen CBRE in einem Marktbericht (PDF) zur Situation für Rechenzentren in der Schweiz mit. Von den insgesamt 428'000 Quadratmetern Geschossfläche würden dabei 229'000 Quadratmeter auf die reinen Serverhallen entfallen, schreibt CBRE. 

Den Löwenanteil freier Kapazitäten verortet der Immobiliendienstleister in der Region Zürich. Internationale, investorenfinanzierte Betreiber haben laut CBRE in den Kantonen Zürich, Aargau und Schaffhausen mehrere Standorte - sogenannte Verfügbarkeitszonen - aufgebaut. Rund 61 Prozent der gesamtschweizerischen Kapazität oder 209 Megawatt seien aktuell auf diesem Gebiet konzentriert. Weitere 18 Prozent oder etwa 60 Megawatt entfielen auf die Kantone Genf und Waadt. 

Region Zürich expandiert deutlich 

Laut dem Immobiliendienstleister sorgt der hohe Bedarf an Rechenleistungen von Cloud-Anbietern und KI-Anwendungen in den kommenden Jahren für eine hohe Nachfrage nach geeigneten Flächen. Räumliche Nähe und schnelle Reaktionszeiten sind gemäss CBRE Faktoren, welche die Region in und um Zürich für Betreiber attraktiv machen. Bis 2030 sei deshalb ein Zuwachs um 274 Megawatt auf 483 Megawatt (+131 Prozent) zu erwarten. Für die gesamte Schweiz rechnet das Immobilienunternehmen mit einem Wachstum von 340 Megawatt auf insgesamt 626 Megawatt. 

Für andere Schweizer Regionen prognostiziert CBRE ein langsameres Wachstum, das in erster Linie auf das Vermieten einzelner Serverplätze beschränkt sein soll. Viele Schweizer Firmen seien seit Jahren dabei, eigene Rechenzentren an externe Spezialisten auszulagern oder ganz zu verkaufen. 

Strom und Wasser werden zu Entscheidungsfaktoren

Der Immobiliendienstleister resümiert, dass der Schweizer Markt für Rechenzentren aufgrund anhaltender Nachfrage weiter wächst. Angebot und Infrastruktur seien jedoch insbesondere in der Region Zürich begrenzt. Für künftigen Erfolg seien Faktoren wie ein sicherer Zugang zu Strom und Kühlwasser, technische Eignung für rechenintensive KI-Anwendungen, dichtere Bebauung sowie rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen entscheidend. 

 

Eine Allianz-Studie kommt übrigens zum Schluss, dass Rechenzentren das Klima stärker belasten als erwartet. Lesen Sie hier über die möglichen Folgen nach

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