Für KI-Training

ETH Zürich holt Nasa-Daten in die Schweiz

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von Tobias Seefeld und jor

Forschende der ETH Zürich haben 100 Petabyte an Klimadaten von Nasa-Servern kopiert und in die Schweiz transferiert. Damit wollen die Wissenschaftler neue KI-Modelle für Wetter- und Klimaprognosen trainieren. Die unsichere Zukunft von Datendiensten in den USA hat das Projekt zusätzlich vorangetrieben.

(Source: NASA / unsplash.com)
(Source: NASA / unsplash.com)

Die ETH Zürich hat 100 Petabyte an Klimadaten von der Nasa ans Supercomputing Center (CSCS) in Lugano geholt. Dabei handelt es sich um frei zugängliche, hochwertige Klima- und Erdbeobachtungsdaten, welche die US-Raumfahrtbehörde erhoben hat, wie "SRF" berichtet. Weitere 40 Petabyte an Daten der US-Wetterbehörde Noaa sollen in den nächsten Monaten dazukommen.

Laut Bericht ist das Ziel des Projekts, mit den Daten KI-Modelle zu trainieren, die Prognosen im Bereich Wetter, Klima und Naturgefahren erstellen sollen. So liessen sich etwa Gletscherabbrüche und Erdrutsche früher vorhersagen und Veränderungen der Vegetation besser beobachten. "Es ist nicht mehr gleich wie früher und wir brauchen Informationen von aussen, um die besten Entscheidungen für die Zukunft fällen zu können", zitiert "SRF" Thomas Zurbuchen, den ETH-Professor und ehemaligen Forschungschef der Nasa, der den Datentransfer initiierte.

Die Daten sind am CSCS in Lugano gespeichert, wo auch der Supercomputer Alps steht. "Wenn man die Nasa-Daten näher zu Alps bringt, dann wird man die Entwicklung von diesen grossen KI-Modellen um Klima- und Wetterdaten stark vereinfachen können", lässt sich CSCS-Direktor Thomas Schulthess im Bericht zitieren.

Abgesehen vom wissenschaftlichen Interesse an den Daten waren gemäss "SRF" auch aktuelle Sparbemühungen in den USA ein Treiber für das Projekt. Derzeit herrsche grosse Unsicherheit über die Zukunft öffentlicher Datendienste in den USA. Die Gewissheit, dass von der US-Regierung bereitgestellte Daten auf unbestimmte Zeit verfügbar blieben, gebe es heute nicht mehr, sagt die Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe gegenüber "SRF". Wissenschaftliche Daten in Sicherheit zu bringen, sei deshalb ein wichtiger Dienst an der Allgemeinheit.

 

Mehr über das CSCS, den Supercomputer Alps und die KI-Zukunft der Schweiz lesen Sie im Interview mit Thomas Schulthess.

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