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Cloud-Professional-Services dominieren den Projektmarkt

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Im laufenden Jahr werden im Schweizer Markt (B2B) 10,2 Milliarden Franken für ICT-Dienstleistungen ausgegeben, das sind mehr als 40 Millionen Franken pro Arbeitstag. Wir rechnen dieses Jahr mit einem satten Wachstums-Plus des gesamten Dienstleistungssegments von 5,9 Prozent.

Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer, MSM Research AG
Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer, MSM Research AG

Das Wachstum des Schweizer ICT-Marktes wird zur Hauptsache durch die ICT-Services bestimmt. Unter den vier Topline-Segmenten Hardware, Software, Kommunikation und Services liegen Letztere sowohl mit Blick auf das Volumen als auch das prozentuale Wachstum an der Spitze des Rankings. Auf den Kern der ICT-Dienstleistungen, die traditionellen Professional-Services, entfallen 34 Prozent der Spendings. Und rund die Hälfte davon gehen auf das Konto der cloudbezogenen Dienstleistungen, dazu zählen vorab Beratung und Change Management, Transformationsdienste, Datenmigration, Implementierung und Integration.

Das Auftauchen und die rasante Verbreitung der Cloud-Computing-Services hat nicht nur das Marktgefüge rund um die externen Sourcing-Leistungen durcheinandergewirbelt, sondern auch den Markt der professionellen Projektdienstleistungen nachhaltig verändert. Die Nachfrage nach traditionellen projektbezogenen Services sinkt. Markant zugenommen haben cloudbezogene Integrations- und Implementierungsaufträge.

Grosser Zuwachs bei hybrider ICT

Im Sog des Paradigmenwechsels, das heisst der zunehmenden Verlagerung des ICT-Betriebs hin zu externen Cloud-Providern, entsteht damit flächendeckend über alle Grössenklassen und Branchen hinweg ein enormer Bedarf an Professional- und vor allem Transformationsservices. Am meisten Zuwachs unter den ICT-Betriebsmodellen verzeichnet derzeit die hybride ICT, das heisst der Mix aus unterschiedlichen Formen des Betriebes, sowohl aus internen wie auch externen Quellen, und dies selbst oder durch Dritte gemanagt.

Die Karten werden neu gemischt

Aus der Makroperspektive betrachtet ändert sich nicht viel. Der Projektmarkt legt weiterhin kräftig zu. Die Mikroperspektive liefert aber ein differenzierteres Bild. Der Einfluss der Cloud ist gross geworden, die Karten im Markt der Projektdienstleister werden neu gemischt, da ist viel in Bewegung, alles strukturiert sich neu. Die klassischen, traditionellen Services verlieren, die Cloud-Professional-Services gewinnen kontinuierlich an Terrain. Insgesamt legen die Projektdienste 2017 um 3,1 Prozent zu, für das Wachstum sind aber die Cloud-Professional-Services verantwortlich. Sie verzeichnen einen kräftigen Sprung um 20,3 Prozent. Die Anforderungen an die Dienstleister steigen, das Differenzierungspotenzial ist gegeben. Entsprechende Expertise und überzeugende Skills sichern den Vorsprung.

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