Studie von MSM Research

Cloud und Digitalisierung – Haupttreiber des ICT-Services-Marktes

Uhr | Aktualisiert

Die Digitalisierung, mittlerweile als Umbrella-Begriff für alle neuen Themen im ICT-Markt gebräuchlich, ist ausser den Cloud Professional Services der zweite zentrale Haupttreiber des ICT-Dienstleistungsmarktes. Oder anders formuliert: Die Projekte rund um die digitale Transformation sorgen für ein mächtiges und ansteigendes Wachstumsgrundrauschen bei den Projektausgaben der Unternehmen.

(Source: Designed by Asierromero / Freepik)
(Source: Designed by Asierromero / Freepik)

Noch vor rund 30 Jahren fristete der Anteil der Ausgaben für ICT-Services – oder wie damals formuliert "die EDV-Dienstleistungen" – ein eher bescheidenes Dasein im Schatten der Ausgaben für die Hardware, allen voran für die Investitionen und Aufwendungen für die ehemals Mainframe-dominierte ICT-Landschaft.

Bis heute hat sich der Anteil der Dienstleistungen an den gesamten Ausgaben verdoppelt, 2018 legen diese markant zu: Im Vergleich zu 2017 fliessen im Schweizer Markt 8,9 Prozent mehr Gelder in die Taschen der Serviceanbieter, dies entspricht einem Gesamtvolumen von über 11,2 Milliarden Franken (B2B) oder einem Anteil von 62 Prozent an den gesamten ICT-Ausgaben.

Cloud-Services legen weiter deutlich zu

Die Digitalisierung und der Weg in die Cloud haben beide einen grundlegenden Paradigmenwechsel zur Folge. Immer geht es dabei um das Aufbrechen traditioneller Sichtweisen, Strategien und Denkmodelle, letztlich um einen Big Shift. Bei der Cloud um eine Verlagerung des ICT-Betriebes von intern nach extern, vom Eigenbetrieb hin zu Drittanbietern. Und bei den neuen digitalen Businessmodellen um eine Verschiebung weg vom standardisierten Produkt hin zu einem individualisierten Leistungsangebot und serviceorientierten Business.

Die Cloud selbst ist dabei in vielen Geschäftsmodellen und Branchen die eigentliche Basis für die Digitalisierung. Es sind längst nicht mehr nur Kostenüberlegungen, die entsprechende Projekte vorantreiben. Neue Märkte, neue Chancen, Steigerung der Agilität, Flexibilität und Innovationsfähigkeit sind zentrale Treiber für den Wandel im ICT-Betrieb. Und die Ausgaben für die cloudbasierten Projekte legen zu: während die klassischen, traditionellen Services 2018 weiter verlieren, gewinnen die Cloud Professional Services kontinuierlich an Terrain. Insgesamt legen die Projektdienste im laufenden Jahr um stolze 6,4 Prozent zu. Für dieses erfreuliche Wachstum sind die Cloud-Services verantwortlich, sie verzeichnen einen kräftigen Sprung um 23,8 Prozent.

Viel Potenzial für Dienstleister

In dem mittlerweile etablierten Markt der Cloud Professional Services lässt sich die Entwicklung weitgehend verlässlich erheben. Nicht so für eigentliche Digitalisierungsprojekte wie beispielsweise in den Märkten der Industrie 4.0, Smart City oder auch E-Health – diese Teilmärkte sind im Vergleich dazu aktuell noch nicht so weit konsolidiert, um Ausgaben und Wachstumsraten detailliert festzumachen. Eines jedoch haben die Märkte gemeinsam: Sie schaffen einen Nährboden mit viel Potenzial für Dienstleister. Unsere Industrie-4.0-Studie zeigte unter anderem auf, dass allein der Bedarf an Beratung markant zunehmen wird. Unternehmen planen, im laufenden Jahr 38 Prozent mehr Gelder dafür bereitzustellen als noch 2017.

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