Studie

Bei der Wahl eines ECM-Anbieters entscheidet die Business-Expertise

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Die Forderung nach rationelleren und schlanken Geschäftsprozessen sowie der Umgang mit der Flut an Dokumenten und unstrukturierten Informationen stellen heute grosse Anforderungen an Unternehmen. Die Challenges greifen aber noch weiter, wie die Resultate der neuen Studie zum Schweizer Markt für Enterprise Content Management (ECM) zeigen.

(Source: Mindandi / Freepix)
(Source: Mindandi / Freepix)

Nicht nur muss die fortschreitende Digitalisierung hohen gesetz­lichen Vorgaben entsprechen (Compliance), sondern auch Doppelspurigkeiten in den Prozessen und Abläufen sollten vermieden werden. Zudem verschafft nur ein sicherer und schneller Zugriff auf Daten und den da­raus wertschöpfungsgenerierten Informationen einen echten Vorteil gegenüber Mitbewerbern.

Das Management und die digitale Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen) haben strategische Dimensionen erlangt. Erfolgreich digitalisierte Unternehmen zeichnet eines aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten. An den Attributen und dem nutzenschaffenden Potenzial neuer ICT-Lösungen zeigen vor allem die Fachabteilungen der Unternehmen grosses Interesse. Von den im Rahmen unserer aktuellen Felderhebungen erfassten 450 ICT-Projekten wurden 62 Prozent von den Businessabteilungen der Unternehmen angestos­sen. Das heisst, mehr als jeder zweite Franken der gesamten ICT-Ausgaben wird von den Fachabteilungen generiert (Marketing, Vertrieb, Logistik, Produktion, Finanzwesen etc.). Und zunehmend werden die Projekte auch von den Budgets dieser Bereiche finanziert.

Schneller, schlanker, besser

In Zeiten knapper Budgets und hoher Time-to-Market-Anforderungen wird heute die Messlatte für die Vergabe von ICT-Aufträgen immer höher angelegt. Fachabteilungen zielen bei der Implementierung neuer Anwendungen primär darauf ab, "schneller, schlanker, besser" zu werden. Sie wollen auf dem Weg zu ihren Zielen die sie dabei unterstützenden ICT-Projekte rasch umgesetzt sehen, um zeitlich und technologisch wettbewerbsrelevante Vorsprünge zu sichern und möglichst schnell vom erwarteten Erfolg und Nutzen zu profitieren. Projektstarts ins Ungewisse will dabei keiner mehr riskieren – und niemand will mehr an einen "Flickenteppich" erinnernde Lösungen. Dafür fehlen heute die Mittel und die Zeit. Man setzt bei der Wahl seines Projektpartners auf Erfahrung und Business-Expertise, dies belegen auch die Resultate unserer neuen Studie zum Schweizer Markt für Enterprise Content Management (ECM).

Insbesondere bei business-getriebenen Projekten, die meist tief in bestehende Prozesse und Strukturen eingreifen, wird bei der Evaluation eines Anbieters viel Wert auf die entsprechenden Referenzen gelegt und Projektpartner mit nachweisbarer Branchen- und Businessexpertise bevorzugt. Die Beweisführung wird für die Anbieter zum Erfolgsfaktor. Referenzprojekte, Case Studies (vorzugsweise von Schweizer Referenzkunden) und der Leistungsausweis des Projektteams können den Kunden überzeugen, keine Fahrt auf unbekanntem Terrain zu starten.

Dieser Artikel erschien in der Netzwoche-Ausgabe 5/2019. Alle Inhalte des Hefts finden Sie hier.

Der Bauch entscheidet mit

In den meisten Fällen entscheiden aber nicht nur messbare, auf einer rationalen Grundlage erstellte Kriterien über die finale Auswahl und Auftragsvergabe, sondern auch (wie in vielen anderen Bereichen) die emotional gefärbte Sicht der Dinge: der "Bauch" entscheidet mit.

Hier zählen dann auch persönliche Beziehungen sowie Erfahrungen aus bisherigen Projekten ebenfalls zu den Schlüsselkriterien bei der Entscheidungsfindung zur Wahl eines ECM-Partners.

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DPF8_129909

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