MSM Research

Die Cloud und die neuen Technologien generieren das Wachstum

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In der Schweiz bilden KMUs mehr als 99 Prozent der Unternehmen und stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze. Das geht aus der Statistik der Unternehmensstruktur des Bundesamtes für Statistik hervor. Auch mit Blick auf die ICT-Ausgaben sind es zwei Drittel, die auf kleinere und mittlere Unternehmen entfallen.

Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer, MSM Research AG. (Source: Philipp Ziegler)
Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer, MSM Research AG. (Source: Philipp Ziegler)

Im Jahr 2020 werden die ICT-Ausgaben der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Schweiz mit einem Plus von 5,1 Prozent deutlich über dem Niveau von 4,4 Prozent des Vorjahres zulegen. Dies ergaben unsere letzten Umfragen und Studienarbeiten zu den ICT-Ausgaben der Schweizer Unternehmen im neuen Jahr. Damit steigt der Anteil der KMU-Ausgaben am gesamten ICT-Markt (B2B) auf 65,5 Prozent. Dies bedeutet, dass zwei von drei Franken der gesamten ICT-Ausgaben im Businessbereich durch die KMUs getätigt werden.

Konkret rechnen wir 2020 mit einem Anstieg der ICT-Ausgaben auf insgesamt 12,75 Milliarden Franken. Damit stocken die Schweizer KMUs im laufenden Jahr ihre Budgets zusammengenommen um mehr als 620 Millionen Franken auf.

Der Markt für externe Services wächst

Einer der zentralen Pfeiler des derzeitigen Wachstums ist die zunehmende Verlagerung des Betriebs hin zu externen Dienstleistern. Wir gehen davon aus, dass 2020 die Ausgaben für den traditionellen ICT-Eigenbetrieb der KMUs um mehr als 10 Prozent sinken, während sie für externe Managed und Cloud-Services um rund 18,5 Prozent zulegen werden. Der Blick auf die Topsegmente des ICT-Marktes macht auch deutlich, dass hier markante Unterschiede bestehen und sich die Schere weiter öffnet: So wird beispielsweise der Hardwaremarkt im neuen Jahr um annähernd 8 Prozent weiter schrumpfen, während die Ausgaben der KMUs für den Workplace, die Mobilität und Sicherheit überdurchschnittlich zur positiven Gesamtentwicklung beitragen.

Den grössten Anteil am ICT-Markt der KMUs weisen die Dienstleistungen (inklusive externe Cloud-Services und Individualsoftware) auf. In unserer aktuellen Prognose für den Services-Markt rechnen wir mit einem Wachstumsschub von 12 Prozent auf ein Volumen von insgesamt 9,39 Milliarden Franken. Die eigentlichen Keydriver sind dabei die Themen der Digitalisierung und Cloud-Services, die an die Tür traditioneller Business- und ICT-Betriebsmodelle klopfen.

Heute umfasst der Markt der ICT-Dienstleistungen im Vergleich zu den 80er-Jahren eine ganze Reihe mehr an Teilbereichen und schafft mit einer hohen Eigendynamik laufend weitere Facetten und Subsegmente. Und die neuen Kerntechnologien wie Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz oder auch Business Analytics haben auch die Schweizer KMUs erreicht. Im Bereich des IoT werden die Ausgaben für Professional Services wie Beratung, Schulung, Integration, Support oder Betrieb im laufenden Jahr um über 35 Prozent steigen, auch im Segment der Business Analytics gehen wir von einem Plus von rund 30 Prozent aus.

Professional Services im Aufwind

Unabhängig davon, in welchem Umfang die neuen Themen und Technologien auf der Basis von standardisierten Plattformen oder individuellen Lösungen im Markt der kleineren und mittleren Unternehmen Einzug halten, die entsprechenden Professional Services haben ein mächtiges Potenzial, den Dienstleistungsmarkt weiter über dem Durchschnitt auf Wachstumskurs zu halten.

(Source: MSM Research AG)

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