M wie Microcopy
Theorie: Nein, hier fehlt kein S und ergo geht es auch nicht um die Beobachtung von kleinen Objekten. Aber klein ist’s trotzdem, was wir diesmal betrachten wollen. Microcopy heisst’s und steht für die kurzen, funktionalen Textschnipsel, die die Bedienung einer Nutzeroberfläche erleichtern oder erst ermöglichen. Mehr noch: Gute Microcopy kann die Nutzer zu bestimmten Aktionen animieren, etwa zum Kaufen eines Produkts.
Realität: Dabei ist es gar noch nicht so lang her, dass die Branche den Wert von solchen Minitexten für eine guten User Experience (UX) entdeckt hat. Der Sage nach ging das so: Ein famoser Detailhändler aus Great America haderte mit sich und der Welt, weil viele, viele Gäste seines Webshops ihren prall gefüllten Warenkorb kurz vor der Kasse plumpsen liessen und das Weite suchten. Die Manager rätselten und die Webabteilung wusste weder ein noch aus. Da erschien ein edler Retter und anerbot sich, die Menschen zu fragen, warum sie gar so harsch aus dem Check-out abzuspringen pflegten. Und siehe da, es fand sich ein Button namens "Registrieren und bezahlen", der manch einen in die Flucht getrieben hatte. Dem Button gab man flugs den Namen «Weiter» sowie den Vermerk "Sie müssen kein Konto eröffnen, um bei uns einzukaufen". Und siehe da: Daraufhin kauften die Menschen in Scharen all die schönen Waren!
Fazit: Wir notieren also: Es ist nicht egal, was auf Buttons, in Eingabefeldern, Handlungsaufforderungen oder Rückmeldungen steht. Wer dort die Sprache, den Ton und die Erwartungen der Nutzer nicht trifft, dem helfen auch die coolste Grafik, die geschmeidigsten Prozesse und die begehrenswertesten Produkte wenig. Doch Hand aufs Herz: Hätte das nicht jeder, der UX richtig, also umfassend versteht, schon immer wissen können? Aber schön, hat das Kind nun einen Namen und das Handwerk drum herum eine Berufsbezeichnung – UX Writer nennen sich jene, die mit den Textschnipseln tanzen. Man tut in der Regel gut daran, sie zu konsultieren.
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