Merkwürdiges aus dem Web

US-Streitkräfte geben der Floppy Disk den Rest

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!

(Source: brgfx -freepik)
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sma. Bis zu 1 Mebibyte Speicherplatz und das alles auf einer handlichen 8 Zoll gros­sen Diskette. Während der Rest der Welt schon auf fortschrittlichere Speichermethoden gewechselt ist, setzten die USA für ihr Atomwaffenarsenal bisher noch auf die magnetischen Datenträger. Doch damit ist jetzt Schluss, wie "Bluewin" berichtet. Das Strategic Automated Command and Control System nutzt ab sofort eine Solid-State-Storage-Lösung, die etwas sicherer ist als herkömmliche USB-Sticks. Die Disketten für die IBM-Series/1-Computer waren dagegen nicht zu hacken. Im Zuge der Digitalisierung kommt es zudem zu einem Verlust von Arbeitsplätzen. Die historischen Computersysteme wurden nämlich von sehr alten und sehr erfahrenen Zivilisten gewartet. Kaputte Teile wurden einfach wieder neu gelötet statt ausgetauscht. Ein wichtiges Zeichen in Zeiten der Wegwerfgesellschaft.

Apple macht schwul

jor. Russischer Richter müsste man sein. Was man da nicht alles erlebt ... Fälle, die skurriler sind als Eichhörnchen mit Nussallergie. Da gibt es zum Beispiel einen Russen, der vor dem Moskauer Bezirksgericht behauptet, Apple habe ihn schwul gemacht. Es fing damit an, dass der Mann Bitcoins kaufen wollte – mit einer App aus Apples App Store. Doch statt Bitcoins bekam er fälschlicherweise eine andere Kryptowährung, sogenannte Gaycoins. Obendrauf bekam er eine Nachricht: "Urteile nicht, bevor du es versucht hast", habe es geheissen. Wie "Der Standard" berichtet, argumentiert der Mann vor Gericht wie folgt: "Ich dachte mir, wie kann ich etwas verurteilen, ohne es auszuprobieren und entschied mich, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu suchen. Jetzt habe ich einen Freund." Und nun würde er "nie wieder normal werden". Deswegen verlangt er von Apple eine Million russische Rubel, was etwa 16 000 Franken entspricht. Ob er wohl Chancen hat? Im Prinzip ja, denn auch homophobe Gesetze kann man biegen.

Ein Wal gibt 136'000 Euro für Mikrotransaktionen in einem ­Mobile-Game aus

mil. Mikrotransaktionen sind für den Grossteil der Einnahmen für Hersteller von Mobile-Games verantwortlich. Die besonders spendierfreudigen Benutzer nennt der Fachmann "Wale". Ein solcher hat im Fall von "Transformers: Earth Wars" rund 136'000 Euro für kleine Einkäufe ausgegeben. Es ist bei Handyspielen üblich, dass diese nichts kosten – Spieler dann aber zum Kaufen mittels Mikrotransaktionen motiviert werden. Laut Henry Fong, CEO des Publishers und Entwicklers Yodo1, arbeitet sein Team mittlerweile sogar an einem Tool, das erkennt, welche Spieler das meiste Geld ausgeben. Laut dem CEO ermöglicht dieses Wal-Tracking, dass bei unterschiedlichen Spielern unterschiedliche Bezahlelemente eingeblendet werden. Aber davon habe man bisher aufgrund der möglichen Proteste abgesehen.

Exorzismus misslingt – Software-Dämonen bleiben in Bluetooth-Rosenkranz

cka. Wem gewöhnliches Beten zu analog ist, kann neuerdings auf ein Gadget namens eRosary zurückgreifen. Der Bluetooth-Rosenkranz ist für etwas mehr als 100 US-Dollar erhältlich und besteht aus einem Armband, bestückt mit Kreuz und Metallkugeln. Macht der Nutzer mit dem eRosary das Kreuzzeichen, aktiviert er die Begleit-App auf seinem Smartphone. Wie Fidus Information Security gegenüber "The Register" sagt, wurde bei der Digitalisierung des Rosenkranzgebets jedoch wohl ein bisschen gepfuscht. Die Analysten brauchten nur 10 Minuten, um die ersten gravierenden Sicherheitsmängel zu finden. Die Entwickler versprachen, die Lücken unverzüglich zu schliessen. Der Exorzismus der Software-Dämonen gelang jedoch nicht komplett. Zwar seien die API-Probleme nun behoben, heisst es vonseiten Fidus. Allerdings gebe es noch immer keinen Schutz vor Brute-Force-Attacken.

Deutsche Telekom sorgt sich um das Liebesleben ihrer Kunden

osc. "Alles auf der Welt dreht sich um Sex, ausser Sex. Beim Sex geht es um Macht." Dieser Oscar Wilde zugeschriebene Spruch muss in der Smartphone-Ära in Zweifel gezogen werden. Schliesslich sitzen wir lieber stundenlang vor dem Handy, statt uns dem Liebesleben zu widmen. Laut "Computerbase" hat die Deutsche Telekom nun ein Gegenmittel für diese Plage erfunden. Der Telko verkaufte 1000 Unterwäsche-Sets mit einem integrierten Bluetooth-Chip. Möchte ein Partner die Aufmerksamkeit des anderen auf sich lenken, zieht er die Unterwäsche an und nähert sich dem anderen. Dieser erhält dadurch eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und kann dieses per App in den sogenannten "Lovemode" umschalten, der das Handy auf stumm schaltet. So sollen sich beide auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können.

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