Adcore Schweiz kommt in neues Unternehmen

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Der Schwedische Internetdienstleister Adcore trennt sich von seinen 15 Niederlassungen in sieben europäischen Ländern. CEO Göran Wagström verlässt das Unternehmen. Seit letztem Herbst gehörte auch die ehemalige Bieler Aseantic zum Netzwerk von Adcore. Die Auslandsgeschäfte werden als Gesamtpaket für den Preis von rund fünf Millionen Franken an eine neu gegründete Firma verkauft. Diese befindet sich im Besitz des dänischen Adcore-Geschäftsführers Martin S. Hauge und einer weiteren Person. Weiterer Country Manager und Senior Consultant ausländischer Niederlassungen, so auch aus der Schweiz, sollen schon bald als Partner dazu kommen. Man habe bei der internationalen Expansion seit Mitte 1999 versagt, sagte Lars Evander, VR-Präsident von Adcore. Deutlicher wurde Frans Benson, Verantwortlicher für Investor Relations bei Adcore in Schweden: Adcore hat kurzfristig keinen Weg gesehen, das Netzwerk zur Profitabilität zu führen. Adcore Schweden hatte im ersten Quartal 2001 einen operativen Gewinn von 2,95 Millionen Franken erwirtschaftet, die Auslandsniederlassungen fuhren einen Verlust von 8,24 Millionen Franken ein. Laut Benson gehört die Schweiz zu den erfreulicheren Märkten. Gian-Franco Salvato, Managing Director von Adcore Schweiz, Biel und Zürich, betonte gegenüber dem Netzticker, dass Adcore Schweiz profitabel wirtschafte und so weitermachen wolle wie bisher. Auch für die Schweizer Kunden werde es zu keinen Änderungen kommen. Das neue Unternehmen, so Salvato, stehe allerdings vor der grossen Herausforderung, in allen Märkten den Durchbruch zu schaffen. Dies soll nicht einfach über Quersubventionen durch die profitablen Länder, sondern mit Hilfe neuer Investoren und Restrukturierungsmassnahmen geschehen. Innerhalb des neuen Unternehmens würden sich die einzelnen Gesellschafen noch stärker als bisher auf die nationalen Märkte konzentrieren.