Amitelo konzentriert sich auf "wesentliche Umsatzträger" - dazu gehört auch Mediacard

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von fgr@netzwoche.ch
Amitelo verkauft alle internationalen Tochtergesellschaften und konzentriert sich auf „das Kerngeschäft der wesentlichen Umsatzträger“, wie der in Zürich ansässige Telco heute mitteilt. Diese sind Mediacard aus Sarnen, tätig in Voip und andern Telekommunikationstechnologien, sowie Median Telecom aus Deutschland, ebenfalls in diesem Gebiet tätig. Festgehalten werden auch an den „profitablen“ Mobilfunkaktivitäten in Island. Im Juni gab Amitelo bekannt, von der staatlichen Post- und Telekommunikationsbehörde Islands den Auftrag erhalten zu haben, ein neues GSM-1800-Mobilfuknetz aufzubauen. Amitelo hat sich vor allem auf Internettelefonie in Schwellen- und Entwicklungsländern konzentriert und besass Tochtergesellschaften in Spanien, Senegal, Marokko, den USA sowie Kanada. Diese waren in Amitelo International Ceuta zusammengefasst, deren Anteile und Tochtergesellschaften nun von den US-Investoren Cimarron Capital für acht Millionen US-Dollar übernommen wurden. Gleichzeitig hat die US-Investorengruppe Genesis die führende Teilnahme an einem Kreditkonsortium in Höhe von bis zu 2,5 Millionen US-Dollar zugesagt. Im Herbst 2006 liess Amitelo Erfolgsmeldung auf Erfolgsmeldung folgen, bis der Telco im April in einem Bericht des ZDF-Magazins Frontal21 der Anlegermanipulation bezichtigt wurde. Management und Aktienkurs gerieten in der Folge stark unter Druck. „Uns ist ganz klar geworden, dass wir uns von einer Reihe von Aktivitäten trennen müssen, um schlanker und fokussierter weiter machen zu können. Wir werden künftig nur dort mit eigenen Gesellschaften aktiv sein, wo die Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf den Erfolg realistisch sind“, lässt sich Christian Schild, Verwaltungsratvorsitzender von Amitelo, in einer Pressemeldung zitieren.