Anti-Spam-Gesetz für die USA
US-Präsident George W. Bush hat gestern Dienstag ein Gesetz gegen Spam unterzeichnet. Mit diesem neuen Gesetz namens "Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act of 2003" oder kurz CAN-SPAM Act soll sich der Internet-User gegen die unerwünschte Flut von Reklame-Mails wehren können: Der Absender solcher Mails kann nun bestraft werden. Wer in der Absenderzeile falsche Angaben macht, muss mit einer Haftstrafe von fünf Jahren und Geldstrafen bis zu sechs Millionen US-Dollar rechnen. Die US-Regierung will zudem bis Juni 2004 ein Register erarbeiten, in das sich Internet-Nutzer eintragen können. Diese Adressen dürfen dann von Versendern von Massen-Mails nicht mehr angeschrieben werden. Damit Werbe-Mails besser ausgefiltert werden können, müssen sie in der USA zukünftig auch als solche gekennzeichnet werden. Dieses Gesetz gelte auch für E-Mails, die aus dem Ausland in die USA geschickt werden, betonte Tim Muris, Vorsitzender der Federal Trade Commission, auf einer Pressekonferenz. Bereits macht sich Kritik von Seiten der amerikanischen Antispam-Aktivisten breit, da das Gesetz unerwünschte Werbung per E-Mail nicht grundsätzlich verbietet: Wessen Name nicht auf der Anti-Spam-Liste steht, dessen Mailbox kann weiterhin mit Werbemüll überflutet werden.
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