AOL verliert Nutzer und Werbegelder

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Der weltweit grösste und hoch verschuldete Medienkonzern AOL Time Warner hat im ersten Quartal 2003 wieder einen Gewinn notiert, nachdem im ersten und auch im letzten Quartal 2002 Nettoverluste von 54 beziehungsweise 45 Milliarden Dollar ausgewiesen wurden. Der Gewinn betrug im ersten Quartal des laufenden Jahres 396 Millionen Dollar, womit die Erwartungen der Analysten weit übertroffen wurden. Der Umsatz stieg gegenüber dem 1. Quartal 2002 um sechs Prozent auf 10 Milliarden Dollar. Das Online-Geschäft (AOL) trug dazu 2,3 Milliarden bei, das sind 0,1 Milliarden weniger als im ersten Quartal 2002. Zwar wuchs der Umsatz aus Abo-Gebühren bei AOL um 11 Prozent, gleichzeitig brachen aber die Werbeeinnahmen um 42 Prozent ein. In den USA zählte AOL Ende März dieses Jahres 26,2 Millionen Mitglieder, in Europa 6,3 Millionen und 1,9 Millionen im Rest der Welt. Das sind in allen Regionen weniger als noch Ende 2002, in den USA und in Europa aber zumindest mehr als im März 2002. Fürs Gesamtjahr rechnet AOL Time Warner mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Bereich. Weniger erfreulich sind die Aussichten für die Sparte AOL. Es wird erwartet, dass der Jahresumsatz bei etwas mehr als 9 Milliarden Dollar stagniert. Die Werbeumsätze im Online-Geschäft sollen etwa 40 Prozent tiefer ausfallen als 2002. Damals wurden 1,3 Milliarden Dollar verbucht.