Ascom-Verwaltungsrat stellt CEO Rudolf Hadorn frei
Der Ascom-Verwaltungsrat hat einstimmig die Entlassung und sofortige Freistellung von CEO Rudolf Hadorn beschlossen. Die sofortige Trennung sei unumgänglich, weil Rudolf Hadorn als CEO die Regeln der Corporate Governance verletzt und gegen ausdrückliche Weisungen des Gesamtverwaltungsrates gehandelt habe, teilt der Verwaltungsrat mit.
Offenbar hat der Verwaltungsrat am Freitag Kenntnis davon erhalten, dass sich Hadorn entgegen den ausdrücklichen Anordnungen des Verwaltungsrates zu Gesprächen mit einer Aktionärsgruppe getroffen hat. Dabei habe er versucht, die Zusammensetzung des Verwaltungsrates und der Verwaltungsratsfunktionen zu verändern, teilt der Verwaltungsrat mit. Wie Hadorn sagte, habe er dies im Auftrag einer Aktionärsgruppe getan. Wer diese Aktionärsgruppe ist, teilt Ascom nicht mit. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es sich dabei um die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory rund um Ronny Pecik handelt.
Die Besitzverhältnisse des Technologiekonzerns verändern sich seit Wochen. Mitte Januar übernahm Victory 20,1 Prozent der Ascom-Aktien. Der russische Milliardär Victor Vekselberg, ein enger Freund von Pecik, soll eine Beteiligung von bis zu 4,9 Prozent an Ascom halten. Die Grossaktionärin Hasler-Stiftung verkaufte einen Grossteil der Aktien, neu halten die Bank Vontobel einen Stimmrechtsanteil von 10,275 Prozent, die Bank Bär 7,98 Prozent und die Deutsche Bank 13,38 Prozent.
Hadorn hatte sich stets positiv vor allem über den Eintritt von Pecik als Grossaktionär geäussert. Hadorns Nachfolger ad interim wird Fritz Mumenthaler, Leiter der Division Security Solutions. Die Suche nach einem neuen CEO sei in die Wege geleitet, so Ascom. Erste interne und externe Kandidaten würden bereits evaluiert.
Umsetzungsbericht zur NCS
Die Schweiz macht Fortschritte bei Cybersicherheit und KI-Abwehr
Uhr
Cloud-Identitäten
Kriminelle kapern Microsoft Azure Accounts über Passwort-Reset
Uhr
Streit um Bonuszahlungen
Update: Samsung verhindert Streik in letzter Minute
Uhr
Kapo Zürich warnt
Domain-Betrüger missbrauchen Namen von Cyon
Uhr
Open-Source-Alternative reicht noch nicht aus
Digitale Souveränität muss warten: Zürich verschiebt M365-Ausstieg
Uhr
Ronny Peterhans
Universität Zürich ernennt CIO
Uhr
Schweizer Onlineshops prämiert
Das sind die Gewinner der Digital Commerce Awards 2026
Uhr
Digitale Souveränität
Infomaniak gibt Mehrheit der Stimmrechte an Stiftung ab
Uhr
Höchster Berg des Sonnensystems
Herausforderung für zukünftige Bergsteigende
Uhr
Für effizientere Infrastrukturplanung
Jetzt erhält auch das Zuger Strassennetz einen Digital Twin
Uhr