Auch Directories beklagt Dialer-Entscheid des Bakom

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Nach dem Provider Init Seven sieht nun auch Swisscom Directories ihre Umsätze wegen des PC-Dialer-Verbots in Verbindung mit 090x-Nummern in Gefahr. Das Verbot tritt gemäss Bakom-Entscheid am 1. April in Kraft und wird vor allem mit dem Missbrauch durch Sexanbieter begründet. Swisscom Directories AG bietet allerdings auch seit Jahren den Zugang zu ihrem Online-Verzeichnisprodukt Directories ETV Private über die VAS-Nummer 0900 57 11 11 an. Directories hat deshalb beim Bakom ein Gesuch um eine Fristverlängerung bis 1. Juli 2004 eingereicht. Philippe Nicod, Head of Digital bei Directories zeigte sich erstaunt über das kurzfristige und nicht abgestützte Vorgehen des Bakom: "Da der Zugang zum ETV via PC-Dialer bei uns oder über Drittanbieter anonym erfolgt, kennen wir unsere Nutzer nicht mit Namen und können diese über das bevorstehende Abschalten des Zugangs auf das ETV nicht direkt informieren." Im Falle einer Sperrung ab 1. April befürchtet Swisscom Directories, die Nutzer via Internet oder Informationsfenster auf den Offline-Verzeichnissen nicht rechtzeitig auf die Abschaltung aufmerksam machen zu können. Ein alternatives Produkt könne in dieser Zeit ebenfalls nicht bereitgestellt werden. Directories würden dadurch erhebliche Umsatzeinbussen entstehen. Pressesprecher Martin Lüthi sagte dem NetzwocheTicker, man sei vor allem erstaunt gewesen, dass man als Kunde des Bakom nicht direkt, sondern über die Medien informiert worden sei. Auch von der in die Konsultation des Bakom einbezogenen Swisscom hatte Swisscom Directories vor dem Entscheid nichts erfahren.