Auch Oracle spürt die Krise
Oracle leidet im vierten Quartal unter der Wirtschaftskrise und dem gestiegenen Dollar. So fiel der Umsatz um 5 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar und der Gewinn um 7 Prozent auf 1,9 Milliarden. Dabei sank der Umsatz aus dem Verkauf neuer Software um 13 Prozent auf 2,7 Milliarden, während die Einnahmen aus dem Geschäft mit bestehenden Kunden um 8 Prozent auf 3 Milliarden Dollar zunahmen. Ebenfalls rückläufig waren die Service-Einnahmen. Sie fielen um 16 Prozent auf etwa 1,1 Milliarden Dollar.
Für das Geschäftsjahr 2009 konnte Oracle allerdings eine positive Bilanz ziehen: Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf etwa 23,2 Milliarden Dollar und der Gewinn um 1 Prozent auf fast 5,6 Milliarden. Dabei stieg vor allem der Umsatz auf dem Softwaregeschäft mit bestehenden Kunden um 14 Prozent auf 11,7 Milliarden, während sowohl der Neuverkauf als auch das Dienstleistungsgeschäft an Boden verloren, und zwar minus 4 Prozent respektive minus 5.
Nach Angaben des Unternehmens ist die Entwicklung wechselkursbereinigt aber positiv. Unter diesem Gesichtspunkt stieg der Umsatz im vierten Quartal um 4 Prozent und der Gewinn um 5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 wuchs der Umsatz so sogar um 10 Prozent und der Gewinn um 11.
Oracle unterstrich auch die Erfolge gegen den Erzrivalen SAP, dem man im vergangenen Quartal Marktanteile abnehmen konnte. Bereinigt um Wechselkursschwankungen sei man in Europa um 5 Prozent gewachsen, während SAP die Erlöse von SAP auf dieser Basis um 27 Prozent geschrumpft seien.
Noch ausstehend ist die im April bekanntgegebene Akquisition von Sun Microsystems für 7,4 Milliarden Dollar. Sie soll im laufenden Quartal abgeschlossen werden, sofern die Sun-Anteilseigner der Übernahme zustimmen. Der Sun-Aufsichtsrat hat die Zustimmung empfohlen.
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