Aus dem Keller von Anonymous' Mutter
Einer der prominentesten Anonymous-Twitterer (@AnonyOps) spricht erstmals über seine Angst vor politischer Verfolgung, die Flucht aus den USA und seine Entscheidung, Anonymous zu werden.
In einem Interview mit der australischen Journalistin, Bloggerin und Aktivistin Asher Wolf erzählt der Betreiber von @Anonyops, einer der prominentesten Anonymous-Accounts auf Twitter, über seine Furcht vor Verfolgung. Diese hat ihn dazu bewegt, die USA zu verlassen. Das Interview wurde Futurezone zur Verfügung gestellt.
"Politisches Exil ist besser als politische Gefangenschaft"
Er befinde sich im Keller seiner Mutter und schreibe Programme, scherzt Anonyops. Über seinen tatsächlichen Aufenthaltsort schweigt er aber - aus Angst vor politischer Verfolgung. Er habe die USA unter anderem deswegen verlassen, da er befürchte, durch sein Engagement bei Anonymous fälschlicherweise mit einem Verbrechen in Zusammenhang gebracht zu werden.
Als Cyberterrorist bezeichnet zu werden, stört den Aktivisten. "Ich habe versucht, Amerika zu reparieren, nicht Staatsfeind Nummer eins zu werden", verteidigt sich Anonyops. Die Bezeichnung als Terrorist habe den Aktivisten aber auch dazu bewogen, weiter zu kämpfen.
"Nur ein weiterer Idiot auf Twitter"
Anonyops spricht auch über seine Anfänge als Anonymous-Aktivist. Als er zu twittern anfing, glaubte er nicht daran, irgendeinen Einfluss zu haben. "Ich dachte, ich würde wahrscheinlich nur als ein weiterer Idiot auf Twitter angesehen werden." Seine ersten 100 Follower erreichte Anonyops mit Tweets vom "Personal Democracy Forum 2010". Es sei interessant gewesen, zu sehen, dass die Anonymous-Maske durchaus eine gewisse Kraft entwickeln konnte. Mittlerweile hat Anonyops über 200'000 Follower.
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