Bradley Manning wegen "Verrats" verurteilt
Bradley Manning ist vom Vorwurf der Feindbegünstigung freigesprochen worden. Damit entgeht er der Todesstrafe. Allerdings droht ihm immer noch eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Der frühere Obergefreite Bradley Manning ist am Dienstag vom Militärgericht in einem Grossteil der Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Laut Guardian befand ihn die Richterin in 21 der 22 Anklagepunkte für schuldig, wobei in vier Punkten die Anklage abgeändert worden war. Manning wurde unter anderem wegen Verrats, Spionage, Diebstahls und Computereinbruchs verurteilt.
Allerdings ist der ehemalige Soldat vom Vorwurf der Feindbegünstigung freigesprochen worden. Ein Schuldspruch in diesem Punkt hätte zu einem Präzedenzfall führen können, wie mit investigativen Journalisten oder deren Informanten umgegangen wird.
Mit diesem Freispruch entgeht Manning der Todesstrafe, könnte aber ein Strafmass von bis zu 136 Jahren Haft erhalten.
Laut Medienberichten hat Manning insgesamt 700'000 geheime Dokumente der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt. Er ist im Mai 2010 verhaftet worden.
Update: Urteilsverkündung vom 22. August
Das Militärgericht hat Bradley Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt. Ausserdem ist er unehrenhaft entlassen worden, wie verschiedene amerikanische Medien berichten.
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