Bund verzichtet auf Schweizer eID-Karte

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Die Einführung einer elektronischen Identitätskarte, wie sie im Juli 2002 vom Bundesrat beschlossen wurde, ist in aller Stille schubladisiert worden. "Die für die Jahre 2003ff geplanten Arbeiten am Projekt eID-Karte wurden aus Gründen der Budgetknappheit und einer neuen Priorisierung bis auf weiteres eingestellt", erklärt Urs Bürge, CIO im Generalsekretariat des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD). Die Schweizer eID-Karte sollte unter anderem als Grundlage für den rechtsverbindlichen elektronischen Geschäftsverkehr, für sichere Zutrittskontrollen, Online-Zahlungen und mehr dienen. Doch das Projekt kam nie über das Stadium einer Voranalyse heraus. "Kurze Zeit nach dem Beschluss über die Einführung folgte ein Sparbeschluss, der alle noch nicht fix vergebenen Projekte in Frage stellte, so auch die eID-Karte", bedauert Bürge. Nun liegt der Ball wieder bei privaten Anbietern, Lösungen zu präsentieren. Die offizielle Schweiz verfolgt nun die Entwicklung auf gesamteuropäischer Ebene, wo die Einführung einer standardisierten Public-ID-Card geplant ist.