Bundesrat will mehr Geld von Swisscom

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von christian.walter@netzwoche.ch
Gestern Mittwoch veröffentlichte der Bundesrat die neuen strategischen Ziele für seine Beteiligung an Swisscom für die Jahre 2006-2009. Dabei ging es im wesentlichen darum, die Ausschüttungspolitik festzulegen. So erwartet der Bundesrat, dass Swisscom 50 Prozent des operativen Cashflows (Cashflow vor Schuldentilgung und -zinsen) an die Aktionäre ausschüttet. Daneben sollen Mittel, „die nicht für die strategische Flexibilität der Unternehmung benötigt werden“, ebenfalls ausgeschüttet werden. Ausserdem soll die Dividende möglichst die des Vorjahres nicht unterschreiten. Mit dieser Regelung will der Bund wohl vor allem sicherstellen, dass Swisscom die Gelder nicht zum Schuldenabbau verwendet. Der Rückkauf eines 25-prozentigen Anteils an Swisscom Mobile AG von der britischen Vodafone Ende 2006 und der Erwerb von 82 Prozent der Aktien von Fastweb im Frühjahr 2007 hatten die finanziellen Rahmenbedingungen von Swisscom erheblich verändert, da diese Einkäufe vor allem fremdfinanziert waren. Unter den bisherigen Bedingungen war die Zweckbindung der Gelder weniger explizit. Zwar wird auch die veränderte Struktur von Swisscom als Grund für die Neuformulierung der Ziele angegeben, dennoch dürfte es hauptsächlich um die Sicherstellung zukünftiger Ausschüttungen an den Hauptaktionär gegangen sein.