cablecom-Management verteidigt Verkauf

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Bruno Claude, Chef der cablecom Holding, verteidigte nach dem überraschenden Verkauf von cablecom an Liberty Global gegenüber der Schweizer Presse das Vorgehen des Managements. Am Donnerstag hatte cablecom noch im Detail über den geplanten Börsengang informiert, nur einen Tag später gab der Konzern den Verkauf an das US-Unternehmen bekannt. Diese abrupte Strategieänderung der cablecom-Besitzer warf Fragen auf. So kritisierte die NZZ in einem Kommentar am Samstag cablecom, durch ihr Vorgehen die Glaubwürdigkeit von Börsenankündigungen zu untergraben.
Man sei selbst durch ein neues Angebot von Liberty Global überrascht worden, sagte Claude gegenüber der NZZ. Weil diese gegenüber der US-Presse zu verstehen gab, dass ein Kauf von cablecom kein Thema mehr sei, habe man sich ganz auf die Option Börsengang konzentriert. Doch er gesteht auch, dass die Ankündigung des Börsengangs seine Wirkung gezeigt habe: "Nach der Ankündigung des Börsengangs kam erstmals ein akzeptables Angebot, für das wir uns entschieden haben", sagte er gegenüber dem SonntagsBlick.