Cablecom-Offensive: Reaktionen der ADSL-Reseller

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Die Schweizer ADSL-Provider haben noch nicht auf das neue Hispeed-Angebot von Cablecom mit dreimal grösseren Bandbreiten reagiert. Sie betonten auf Anfrage des NetzwochTickers vielmehr, dass sie abhängig von Swisscom seien und diese reagieren müsse. "Unsere Forderungen an die Swisscom sind klar: Sämtliche Aufschalt- und Migrationsgebühren müssen weg und die Abo-Preise in die Nähe der Cablecom-Preise", meint zum Beispiel Guido Honegger, Chef von Green.ch. Auch Tiscali Datacomm habe gemäss Kommunikationschef Reto Meyer bei Swisscom vorgesprochen und eine Reaktion gefordert. Einige Provider fürchten, Kunden zu verlieren. Edouard Vonwyl von SolNet sagte, er erwarte von Swisscom eine Reaktion, ansonsten würden einige Kunden wohl abwandern, und zwar nicht nur die kostenintensiven Dauerdatensauger. Bei Sunrise hat man keine entsprechenden Befürchtungen: Bandbreiten in der Höhe, wie sie von Cablecom angekündigt habe, richteten sich nicht an ADSL-Einsteiger. Diese seien mit den vorhandenen Angeboten bestens bedient, wie die Kundenzahlen bewiesen. Sollten die Kunden weitere Bedürfnisse äussern, würden Sunrise und Swisscom entsprechend reagieren, sagte Sunrise-Kommunikationsleiterin Monika Walser. Vor allem die KMU-Spezialisten wie Cybernet und Green.ch glauben, dass die neuen Angebote von Cablecom trotz hoher Upload-Geschwindigkeit dem Business-Kundengeschäft nicht gefährlich werden, nicht zuletzt wegen des Service-Bereichs, und der grösseren Marktabdeckung von ADSL-fähigen Anschlüssen. ADSL sei mit all seinen Mehrwertdienstleistungen und Optionen wie fixen IP-Adressen, Mail-Back up, Management-Tools zur Überwachung der Bandbreite, oder Telefonie-Preselection immer noch ein sehr attraktives und einzigartiges Angebot, betont Marco Plüss, Marketing Director von Cybernet. Im Bereich Services, das räumte auch Cablecom-Chef Rudolf Fischer an der Medienkonferenz am Montag ein, habe Cablecom tatsächlich noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Roman Schwarz, Geschäftsführer von Tele2 Schweiz meinte schliesslich, man warte jetzt halt auf die Entbündelung der letzten Meile, um dann neue Angebote zu lancieren.