Comcom informiert zur Entbündelung
Heute Vormittag informierte Comcom-Präsident Marc Furrer über den Entbündelungs-Zeitplan. Dabei wird das Tempo durch die Verhandlungen über den von Swisscom kommunizierten Preis von 31 Franken für den entbündelten Teilnehmeranschluss vorgegeben.
Zum Preis selbst wollte sich Furrer nicht äussern, er sagte hierzu einzig, dass die 31 Franken nicht mit den 25,25 Franken, die Swisscom bisher für einen Teilnehmeranschluss verlangte, verglichen werden könne. Denn erstere seien durch den Bund vorgegeben. Zudem seien über die neuen Anschlüsse nicht nur Telefonieangebote möglich, sondern auch andere Angebote, wie etwa TV.
Zum Zeitplan führte Furrer aus, dass ab dem 1. April Swisscom und die alternativen Telcos drei Monate Zeit hätten, um über den Preis zu verhandeln. Sollten sie sich nicht einigen können, hat die Comcom nochmals sieben Monate Zeit für einen Vorschlag. Furrer geht davon aus, dass es im schlimmsten Fall bis zu eineinhalb Jahre dauern kann, bis der Preis für einen Teilnehmeranschluss definiert ist, denn Swisscom besitzt die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsgericht Verfügungen zu erwirken, die einen Aufschub mit sich bringen.
Dies bedeutet nicht, dass die Entbündelung in dieser Zeit nicht vorangetrieben werden kann, betonte Furrer. Allerdings gelten bis zu einer Einigung die von Swisscom festgelegten 31 Franken.
Tele2-Chef Roman Schwarz, der die Comcom-Veranstaltung besuchte, bezeichnete den Swisscom-Preis als "jenseits von Gut und Böse". Es sei praktisch unmöglich, auf Basis dieses Preises ein reines Telefonieangebot zu lancieren.
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