Fachkräftemangel in der Cybersicherheit

Dem Schweizer Cybernachwuchs fehlt es an KI-Kompetenzen

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von Tobias Seefeld und jor

Das KI-Zeitalter fordert Cybersecurity-Fachkräfte zunehmend - um KI-gestützte Angriffe abzuwehren, sind KI-Kenntnisse auch in der Verteidigung unerlässlich. Weltweite Umfragen zeigen, dass kritisches Denken und die Beurteilung von KI-Ergebnissen heute zu den gefragtesten Fähigkeiten gehören. Gerade bei Berufseinsteigern mangelt es jedoch an diesen Kompetenzen.

(Source: Dragos Condrea / Freepik.com)
(Source: Dragos Condrea / Freepik.com)

Die Anforderungen an Cybersecurity-Experten sind heute hoch: Sie müssen mit KI-gestützten Werkzeugen und autonomen Systemen arbeiten sowie Ergebnisse kritisch prüfen können. Die Branche sucht händeringend nach Fachkräften mit diesen Kompetenzen, wie Cisco unter Berufung auf einen Report des privatwirtschaftlichen AI Workforce Consortiums mitteilt. Gemäss dieser weltweiten Untersuchung nimmt der Bedarf an Cybersecurity-Fachleuten jährlich um zehn Prozent zu, wobei insbesondere Fähigkeiten wie ethisches Urteilsvermögen und systemisches Denken sehr gefragt sind.

Dabei würden jedoch hauptsächlich erfahrene Mitarbeitende gesucht: Laut Cisco stieg die Zahl der Stellenausschreibungen für Senior-Positionen zwischen Oktober 2025 und März 2026 um 65 Prozent, während bei Junior-Stellen lediglich ein Wachstum von 5,9 Prozent stattfand. Diese Entwicklung erklärt Cisco damit, dass "herkömmliche Einstiegsqualifikationen für die sich rasant wandelnden Anforderungen moderner Sicherheitsteams nicht mehr ausreichen und viele Routinetätigkeiten von KI übernommen werden".

Eine weitere Cisco-Umfrage, bei der unter anderem rund 200 Schweizer Führungskräfte und Fachpersonen aus dem Cybersecurity-Bereich befragt wurden, bestätigt den Kompetenzmangel unter Berufseinsteigern. Demnach klagten viele Befragte über fehlende praktische Erfahrung mit KI-Agenten (51 Prozent), Mangel an technischer Tiefe (42 Prozent) und fehlende Skills wie kritisches Denken (39 Prozent).

Das Bild zeigt Christopher Tighe, General Manager von Cisco Schweiz.

Christopher Tighe, General Manager von Cisco Schweiz. (Source: zVg)

Cisco fordert deshalb, dass die Ausbildung von Cybersecurity-Spezialisten gezielt gefördert wird. "Damit Technologie wirklich Sicherheit schaffen kann, müssen wir in die Menschen investieren, die sie steuern", sagt Christopher Tighe, General Manager von Cisco Schweiz. "Wie wir die nächste Generation von Cybersecurity-Fachkräften ausbilden, entscheidet mit darüber, wie resilient die Schweizer Wirtschaft im KI-Zeitalter ist."

 

Die Cyber- und IT-Fachkräfte der Schweizer Armee bildet übrigens künftig die Fernfachhochschule Schweiz aus, wie Sie hier lesen können.

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