Comcom will GSM durch UMTS900 ersetzen

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von fgr@netzwoche.ch
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) hat entschieden, GSM-Mobilfunkkonzessionen von Orange, Sunrise und Swisscom Mobile zu erneuern. Die alten Konzessionen laufen Ende Mai 2008 ab und werden für fünf Jahre erneuert. Damit werden sie mit denjenigen von Tele2 und In&Phone harmonisiert, die noch bis Ende 2013 gültig sind. Die neuen Konzessionen ermöglichen den Betrieb von UMTS in einem Frequenzbereich, der bisher ausschliesslich für GSM vorgesehen war. Dabei setzt die Comcom auf UMTS900. Diese Technologie erlaubt es, UMTS auch für das bisher für GSM reservierte Frequenzband von 900 HMZ zu nutzen. UMTS900 wird in Europa derzeit in Finnland, Frankreich und Portugal getestet. Für UMTS900 müssen aber die zugeteilten Frequenzen umverteilt werden: Orange erhält dabei zu Lasten von Sunrise und Swisscom zusätzliche 900 MHZ Frequenzen. Dafür muss Orange im 1800-MHZ-Frequenzbereich Frequenzen an Sunrise und Swisscom Mobile abtreten. Wie die Comcom weiter mitteilt, soll in der Schweiz das GSM-Netz im Lauf der nächsten Jahre durch UMTS900 abgelöst werden. Die GSM-Technologie dürfe kaum mehr weiter entwickelt werden, UMTS sei die Technologie der Zukunft, so das Comcom. UMTS900 soll auch in Europa eingeführt werden: Mit einem Beschluss vom 1. Januar hat die Europäische Konferenz der Verwaltung für Post und Telekommunikation (Cept) die dafür notwenigen Rahmenbedingung geschaffen.