Commcare wird Nachlassstundung gewährt

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Der Commcare AG wurde gestern vom Bezirksgericht Zürich die provisorische Nachlassstundung gewährt. Als provisorischer Sachwalter wird der von der Commcare vorgeschlagene Rechtsanwalt Dr. iur. Franco Lorandi eingesetzt. Allerdings beträgt die Frist nur zwei Monate. Demnach hat die Commcare bis zum 19. Februar 2002 Zeit, den an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 17.12. 2001 beschlossenen Sanierungsplan umzusetzten. Dieser sieht vor, den Bereich IT-Service, inklusive der 20 Mitarbeiter und laufende Verträge, zu verkaufen. Hierfür soll mit einem konkreten Interessenten Verhandlungen geführt werden. Auch der Backbone soll veräussert werden, wofür sich die Cablecom interessiert. Ebenso steht das Glasfasernetz in Zürich zum Verkauf. Als möglicher Käufer kommen die Aargauischen Elektrizitätswerke in Frage. Kein Asset stellt hingegen die WLL-Lizenz dar. Die geschrumpfte Commcare will sich in Zukunft mit rund 40 Mitarbeiter auf die Bereich IT-Security Services und auf Netzwerke im Bereich LAN und WAN konzentrieren. Kommt der Verkauf nicht zu Stande wird die Commcare definitiv Konkurs anmelden müssen. Denn um den Betrieb bis im März aufrecht zu erhalten sind rund 20 Millionen Franken nötig. Zudem hat das Unternehmen Schulden in der Höhe von 12 Millionen Franken.