Das Handy verbessert das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung

Uhr | Aktualisiert
Das Forum der Mobilkommunikation hat mit den Chefs der Notrufzentralen des Ostschweizer Polizeikonkordates (Ostpol) eine Befragung zur Nutzung von Handys bei Notfällen durchgeführt. Gingen in den Ostschweizer Kantonen im Jahr 2000 noch ein Viertel aller Notrufe von einem Handy aus, waren es im Jahr 2003 bereits 58 Prozent. Die Schätzungen für das Jahr 2004 betragen 64 Prozent, für 2005 72 Prozent. Die Chefs der Notrufzentralen sind sich einig, dass das Handy das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessert hat und eine schnellere Notrufabsetzung ermöglicht. Die Möglichkeiten der mobilen Kommunikation würden darüber hinaus dazu beitragen, dass sich die Überlebenschancen von Betroffenen in Brandfällen und medizinischen Notfällen erhöhen. Auch könnten Privatpersonen mit Handys zur Lösung von polizeilichen Fällen beitragen. Als grössten Pluspunkt betrachten sie, dass die Disponenten in den Einsatzzentralen dank dem Handy mit der Privatperson vor Ort in Kontakt bleiben können und dass Rückrufe an den Ort des Geschehens möglich sind. Im Gegensatz zu den Anrufen aus dem Fixnet vermissen die Mitarbeiter in den Notrufzentralen beim Handy aber die direkte Anruferkennung und die Verbindung zum Geografischen Informationssystem (GIS). Sie sind daher auf genaue Standortbeschreibungen der Anrufenden angewiesen. Zudem gehen, da das Handy schnell zu Hand ist, bei Grossereignissen überdurchschnittlich viele Anrufe zum gleichen Fall ein. Dies kann zu einer Überlastung der Einsatzzentralen führen. Das Forum Mobil will diese Bestandesaufnahme nutzen, um auf nationaler Ebene in gemeinsamen Projekten mit den Notrufstellen die Bevölkerung über die wichtigsten Verhaltensregeln aufzuklären.