Dem Volkswagen folgt der Volks-PC
Um die breite Bevölkerung Brasiliens mit einem Computer ausstatten zu können, plant die brasilianische Regierung die Herstellung eines sogenannten Volkspersonalcomputers. Damit will Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso allen Schichten der Bevölkerung den Zugang zur neuen Technologie ermöglichen. Das Gerät sei von der Bundesuniversität des Staates Minas Gerais entwickelt worden und soll bis in vier Monaten auf den Markt kommen. Der PC wird den Angaben zufolge einen Prozessor mit der Leistungsfähigkeit eines Pentium haben und unter anderem über Modem, Maus, Tastatur und
Basisprogramme verfügen. Der Haken an diesem durchaus löblichen Projekt sind die Kosten dieses Trabi-PCs, welche lediglich ein Drittel tiefer sind, als bei herkömmlichen. Mit einem Preis zwischen umgerechnet 440 bis 550 Mark für den PC und einem Durchschnittseinkommen der unteren Mittelklasse von 660 bis 880 Mark im Monat, dürften sich diesen Luxus nur wenige leisten können. Die Regierung sucht noch Partnerunternehmen, welche die Produktion und den Vertrieb im grossen Stil übernehmen können.
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