Der Pleitegeier kreist über der Schweiz, doch er verschont die Informatiker

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von cwe@netzwoche.ch
Im November nahm die Zahl der Firmenkonkurse zum dritten Mal in Folge sprunghaft zu, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) mitteilt. In den Monaten September, Oktober und November meldeten 1221 Firmen Konkurs an. Das sind 23 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die drastische Verschlechterung der Zahlungsmoral zeigt, dass immer mehr Firmen mit Liquiditätsproblemen kämpfen, die sie ohne externe Hilfe nicht mehr lösen können, so D&B. Für viele sei der Konkurs die einzige Alternative. Auch die Zahl der Neugründungen ist im November mit einem von Minus 16 Prozent deutlich zurückgegangen. D&B rechnet im laufenden Jahr mit 4`050 Firmenkonkursen und mit 36`400 Neugründungen. Nach Kantonen war der Firmenpleitenanstieg mit 46 Prozent seit Jahresbeginn im Kanton Luzern besonders stark. Nach Branche ist die Textil- und Bekleidungsindustrie mit Konkursanstieg von über 61 Prozent am stärksten betroffen. Doch D&B hat auch Gewinner der Wirtschaftskrise ausgemacht. Zu ihnen gehören unter anderem die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Rückgang der Zahl der Pleiten um über 53 Prozent. Einen zweistelligen Rückgang verzeichneten im gleichen Zeitraum unter anderem auch die Präzisions- und Uhrenindustrie, die Personalvermittler sowie die Informatikdienstleister.