Die Reaktion der Swisscom auf Cablecoms Offensive

Uhr | Aktualisiert
Swisscom hat noch am Montag mit einem Brief an die ADSL-Reseller auf die Breitbandoffensive von Cablecom reagiert. Darin bekennt sich Swisscom zu ADSL und schreibt: "Unser Ziel ist es, die ADSL-Angebote stetig weiterzuentwickeln und unser Portfolio unabhängig von konkurrenzangeboten an den Kundenbedürfnissen auszurichten." Das Hauptaugenmerk der Swisscom liege nach wie vor auf der hohen Qualität und Verfügbarkeit der Angebote sowie auf dem Ausbau der ADSL-Abdeckung und der Sicherheitsstandards. Die Argumente Verfügbarkeit und Abdeckung sind dabei als klarer Hinweis auf die potenzielle Hispeed-Kundenzahl von derzeit 1,1 Millionen gegenüber 3,8 Millionen potenziellen ADSL-Kunden. "Breitband-Internet ist eine Erfolgsgeschichte, und wir begrüssen alle Wettbewerbsaktivitäten, die dazu beitragen, diesen Markt weiter zu entwickeln und auszubauen" heisst es fast schon brüderlich im Schreiben der Swisscom. Man werde die Marktentwicklung weiter beobachten und bei Bedarf die Angebotspalette an die Kundennachfrage anpassen. Swisscom versucht also, Ruhe auszustrahlen und den Wettbewerb auf der letzten Meile zu betonen. "Eher als Beruhigungsmittel, denn als Mittel, in den Kampf einzusteigen" bezeichnete Edouard Vonwyl vom Provider Solnet den Brief. Swisscom-Mediensprecher Sepp Huber gab sich auch dem NetzwocheTicker gegenüber gelassen uns sah in der Aktion Cablecoms vor allem eine Abwehrmassnahme gegen den in diesem Jahr viel rascheren Zuwachs der ADSL-Abos. Er unterstrich den viel kleineren Footprint von Cablecom und betonte, dass Cablecom das Angebot auch noch im zersplitterten Kabelfernsehmarkt umsetzen müsse: "In einigen Regionen herrscht heute zum Teil Ernüchterung."