EDS entwickelt SOA für Lufthansa

Uhr | Aktualisiert
von fgr@netzwoche.ch
EDS hat für Lufthansa eine serviceorientierte Architektur (SOA) entwickelt und in Betrieb genommen. An die Middleware-, Messaging- und Security-Plattform, die auf offenen Standards basiert, sind Geschäftspartner und internationale Fluggesellschaften angebunden. Die SOA sorgt für einen strukturierten Informationsfluss zwischen dem neuen Inventarsystem von Lufthansa und 40 Kundenanwendungen. Dies sei nötig, weil Kunden ein nahtloses Zusammenspiel zwischen Fluggesellschaften, Reisebüros, Hotels und weiteren Dienstleistern erwarteten, erklärt EDS. Verschiedene IT-Systeme und ständig wechselnde Rechtsvorschriften würden ein hohes Mass an Integration voraussetzen, diese könnten die Fluggesellschaften durch die Einbettung einer SOA-Plattform in ihre IT-Infrastruktur erzielen. EDS betreibt in Zürich sein „Air Transportation Competence Centre“. Dieses entstand im Juli 2002, nachdem EDS nach dem Konkurs von Swissair die IT-Tochter Atraxis übernommen hatte. Als ein Jahr später Swiss durch Lufthansa übernommen wurde, wurde befürchtet, dass Lufthansa die IT von Swiss in ihr eigenes IT-System integrieren könnte. Diese Befürchtungen wurden aber im Februar dieses Jahres definitiv aus der Welt geschafft, als EDS den Vertrag mit Swiss bis 2012 verlängern konnte. Dass sich nun auch Lufthansa für eine Entwicklung von EDS entschieden hat, stärkt das Zürcher Zentrum weiter.