Ehemalige Inhaber kaufen Via Net.Works

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Die ehemaligen Inhaber Franz Grüter, Aldo Britschgi und Pius Grüter kaufen die beiden Niederlassungen Via Net.Works, Rotkreuz und Via Net.Works Services, Zug, zurück. Dieser Reverse-Takeover kommt nicht überraschend: Ende März teilte das holländische Mutterhaus mit, dringende Liquiditätsprobleme zu haben und darum einen Käufer für Teile oder das ganze Unternehmen zu suchen.
Der Kauf wurde durch Solution24, Rotkreuz, abgewickelt, das sich vollumfänglich im Besitz der drei Käufer befindet. Der Name Via Net.Works bleibt bestehen und in Rotkreuz werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Dabei handelt es sich laut Franz Grüter vor allem um Funktionen im administrativen und technischen Bereich, die zuvor zentral durchs Mutterhaus übernommen worden waren. CEO und Verwaltungsratspräsident ist Franz Grüter, Aldo Britschgi ist Director Operations und CTO, Pius Grüter amtet als Director Business Development & Strategy. Der wieder vollständig autonome ISP will in Zukunft vor allem den Bereich IP-Telefonie deutlich ausbauen. "Dieser Bereich hat für uns einen strategisch wichtigen Stellenwert", erläutert Grüter gegenüber dem NetzwocheTicker.
Via Net.Works Schweiz ist 1998 aus der Zusammenführung der von Grüter gegründeten SmartComp und ihrer Internettochter Smartweb entstanden und wurde 2000 von Via Net.Works gekauft. 2003 hatten Grüter und Britschgi die Führung einem neuen Management übergeben. Via Net.Works Schweiz setzte im vegangen Jahr über 11 Millionen Franken um. Der IT-Reseller spricht von einem Kaufpreis zwischen 2 und 4 Millionen Franken, Grüter hat diese Angabe nicht bestätigt. Nicht zum Deal gehören die Schweizer Niederlassungen von PSI Net Europe - das holländische Mutterhaus hatte das Unternehmen erst im August übernommen.