Ericsson: Grossauftrag und positiver EU-Entscheid
Im Januar hatte der Mobiltelefon-Hersteller Ericsson den Verkauf der verlustreichen Handy-Produktion an Flextronics bekannt gegeben, worauf von der EU-Kommission ein Verfahren zur Überprüfung einer ev. marktbeherrschenden Stellung des Käufers eingeleitet wurde. Nun hat die Brüsseler Behörde entschieden, dass Flextronics, einer der weltgrössten Zulieferer der Branche mit Sitz in Singapur, auch nach dem Erwerb starkem Druck durch die Konkurrenten Nokia, Motorola und Philips ausgeliefert sein wird. Bei dem Verkauf geht es um den gesamten Geschäftsbereich Herstellung und Vertrieb von Mobiltelefonen des schwedischen Technologiekonzerns. Flextronics soll Werke, Maschinen und Ausrüstungen, Werkzeuge, Lagerbestände sowie die meisten Beschäftigten übernehmen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Ericsson einen Großauftrag aus China erhalten hat, in dem die Lieferung von Mobilfunk-Komponenten sowie Internet-Equipment und Dienstleistungen für 400 Millionen US-Dollar vereinbart wurde. Neben Hardware für feste Daten- und Telefonnetze soll Ericsson auch Infrastruktur für Mobilfunknetze liefern. Beteiligt sind mehrere chinesische Firmen, darunter die China Telecom. Nach Bekanntgabe des Grossauftrages kam es an der New Yorker Börse zu einem kräftigen Anstieg der Ericsson-Aktie um über 11 Prozent.
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