EU-Bürger sparen dank E-Steuererklärung 7 Millionen Stunden

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Eine neue für die Europäische Kommission durchgeführte Studie über elektronische Behördendienste (E-Government) ergab, dass EU-Bürger, die ihre Steuererklärung elektronisch erledigen, jährlich sieben Millionen Stunden weniger dafür aufwenden müssen. Wenn dieses Angebot allgemein verfügbar gemacht und in allen Mitgliedstaaten intensiv genutzt würde, könnten die Einsparungen für die EU-Bürger auf über 100 Millionen Stunden jährlich steigen. EU-Unternehmen hingegen könnten etwa 10 Euro je Transaktion bei ihren Umsatzsteuererklärungen sparen, wenn sie diese Vorgänge online erledigen. Bei möglichst breiter Etablierung dieses Angebots könnten die Unternehmen EU-weit jedes Jahr etwa 0,5 Milliarden Euro sparen. Laut Studie begrüssen 90 Prozent der Nutzer die Qualität elektronisch angebotener Dienstleistungen, und über 60 Prozent sind mit diesen Diensten sehr zufrieden. Die am häufigsten genannten Vorteile sind Zeiteinsparungen und grössere Flexibilität. Die Studie enthält jedoch auch deutliche Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten: Die EU-Bürger wünschen Systeme, die einfacher zu handhaben sind und weitaus bessere Online-Hilfefunktionen bieten. Unternehmen wünschen Dienstleistungen, die leichter auffindbar sind und ihnen finanzielle Einsparungen ermöglichen.
Die im Jahr 2004 durchgeführte Studie über elektronische Behördendienste erstreckte sich auf 48'228 Teilnehmer (19'896 Antworten von Bürgern und 28'332 von Unternehmen). Ziel der Studie war es, die Fortschritte beim Aktionsplan "eEurope 2005" im Bereich der elektronischen Behördendienste zu bewerten.