EU-Kommissarin kämpft gegen Roaminggebühren
Eu-Kommissarin Neelie Kroes sagt den Roaminggebühren den Kampf an. Bis Ostern 2014 will Kroes diese abschaffen, stösst dabei aber auf Widerstand.
In einer Rede vor dem EU-Parlament hat EU-Kommissarin Neelie Kroes angekündigt, die Roaminggebühren für Mobilfunkverbindungen zwischen EU-Mitgliedsstaaten abzuschaffen, wie Zdnet berichtet. Zudem wolle sie die Netzneutralität garantieren und den Kampf gegen Internetkriminalität verstärken.
Harter Kampf
Dies alles will Kroes laut Zdnet bis Ostern 2013 umsetzen. Ob ihr dies gelingt, bleibt abzuwarten. Erst im Januar hatte die EU-Kommission einen Rückzieher bezüglich der Netzneutralität gemacht, und angekündigt, der Markt müsse selbst darüber entscheiden. Zudem kürzte die EU Zdnet zufolge im Februar ihr Budget für digitale Projekte von 9,2 auf eine Milliarde Euro. Auch die Pläne für eine einzige europäische Regulierungsbehörde sowie gesamteuropäischer Mobilfunklizenzen wurden laut diversen Medienberichten verworfen.
Sache des Marktes
Auch auf Seiten der Telkos stösst Kroes auf Widerstand. Der Branchenverband Telecom Operator´s Association (ETNO) ist gegen eine stärkere Regulierung des Marktes, schreibt Zdnet mit Berufung auf Techweek Europe. Ein einheitlicher Markt könne nicht durch zusätzliche regulatorische Auflagen errichtet werden, sondern entstehe durch die Marktkräfte und investitionsfreundliche und unterstützende Rahmenbedingungen.
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