EWZ und Swisscom kooperieren beim Glasfaserausbau

Uhr | Aktualisiert
von christian.walter@netzwoche.ch
Das EWZ und Swisscom haben die Verhandlungen über den Ausbau des Glasfasernetzes in Zürich abgeschlossen: Die Parteien haben sich darauf geeinigt, den Ausbau bis in die Haushalte und Unternehmen gemeinsam voranzutreiben und in den kommenden Jahren über 200'000 Haushalte und Unternehmen mit Glasfasern zu erschliessen. Ein flächendeckendes Netz soll bis Ende 2017 entstehen. Das Investitionsvolumen soll 430 Millionen Franken betragen. Ausserdem sollen sämtliche Service-Provider diskriminierungsfreien Zugang zum Netz haben, auch wenn sie selber nicht in den Ausbau investieren wollen. In den Gebieten Albisrieden, Enge, Hirslanden und Limmat wird Swisscom die begonnenen Arbeiten fertigstellen. In den übrigen Stadtgebieten baut hingegen das EWZ. Die bestehenden Rohrleitungsinfrastrukturen beider Partner werden für den Bau des Glasfasernetzes verwendet, heisst es in der Pressemitteilung. Die Unternehmen gewähren sich gegenseitig ein langjähriges unentziehbares Nutzungsrecht auf eine Glasfaser pro Anschluss. Dafür bezahlen sie dem Partner eine einmalige Entschädigung und beteiligen sich an den Betriebs- und Unterhaltskosten. Die vom EWZ und Swisscom bereits gebauten Glasfaseranschlüsse werden in das neue Netzlayout integriert. So sollen praktisch alle Gebäude in der Stadt Zürich einen Glasfaseranschluss erhalten. Darüber hinaus wird es zwei weiter Glasfaserkabel geben, auf denen Dritte Anbieter Angebote lancieren können. Damit die Vereinbarung rechtskräftig wird, muss der Gemeinderat den Leistungsauftrag für das EWZ-Geschäftsfeld Telekom anpassen und einen neuen Rahmenkredit bewilligen. Das letzte Wort dazu werden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben.