Ex-Swisscom-Präsident Rauh des Verdachts auf Insiderhandels entlastet

Uhr | Aktualisiert
von fgr@netzwoche.ch
Der ehemalige Swisscom-VR-Präsident Markus Rauh wurde des Verdachts des Insiderhandels entlastet. Die Zürcher Staatsanwaltschaft sei zum Schluss gekommen, dass Rauh nicht im Voraus wusste, dass der Bundesrat den Kauf des irischen Telcos Eircom verhindern würde, schreibt die SDA. Mitte September eröffnete die Zürcher Staatsanwaltschaft die Ermittlung, weil Rauh am 21. November 2005, also zwei Tage vor dem Bundesratsentscheid, dass Swisscom nicht ins Ausland expandieren dürfe, Put-Optionen gekauft hatte. Rauh erklärte stets, nichts vom Bundesratsentscheid gewusst zu haben, als er die Optionengeschäfte tätigte. Die Zürcher Staatsanwaltschaft stimmte dem nun "mit Sicherheit" zu und stellte die Untersuchung ein. Der Fall sorgte auch für politische Diskussionen, weil Rauh erst Wochen nach der Untersuchungseröffnung öffentlich einräumte, dass sich die Untersuchung gegen ihn richte, und zwar am Tag nach der Referendumsabstimmung über das revidierte Asylgesetz. Rauh hatte sich im Nein-Komitee stark engagiert und fürchtete, die Gegenseite könnte den Verdacht auf Insiderhandel gegen ihn verwenden.