Fairsharing-Initiative plädiert für Legalisierung der Tauschbörsennutzung und Kulturflatrate

Uhr | Aktualisiert
Privates Tauschen von Filmen und Musik sei kein Verbrechen, finden 65 deutsche Internetaktivisten, die sich in der Initiative Fairsharing zusammengeschlossen haben. Sie outen sich dabei als Tauschbörsennutzer und fordern die Legalisierung der Tauschbörsennutzung. Das Fairsharing-Netzwerk, dem unter anderem die Attac AG Wissensallmende, Netzwerk NeueMedien, Privatkopie.net sowie die Grüne Jugend angehören, ruft seit dem 21. Februar zur Unterzeichnung einer Erklärung gegen die juristische Verfolgung von Tauschbörsennutzern auf. Die Netzbürgerrechtler plädieren für eine sogenannte Kulturflatrate, die für einen gerechten Ausgleich der Interessen der Urheber, Rechteinhaber sowie Endnutzer sorgen soll. Verwertungsgesellschaften sollten wie bei analogen Kopien Abgaben auch für online verfügbare Werke kollektiv einziehen, schlagen die Initianten vor. Als Berechnungsgrundlage könne die konkrete Nutzung der entsprechenden Dateien herangezogen werden. Die Einführung eines Digital Rights Management-Systems (DRM-System) wird in der Erklärung abgelehnt. Hierdurch würden die Rechte der Verbraucher zu stark eingeschränkt.