Film-Industrie sagt Napsterization den Kampf an

Uhr | Aktualisiert
Seit es Napster gibt, lebt nicht nur die Musikindustrie in ständiger Angst, auch die Film-Studios wähnen sich ihrer Produkte nicht mehr sicher. Der Gedanke der User könnte dereinst mittels weniger Klicks seinen Lieblingsfilm oder gar alle Episoden von Twin Peaks herunterladen, lässt Hollywood erschauern. Auch wenn sich Napster unter dem Druck der Musik-Giganten inzwischen nach neuen Geschäftsfeldern umschaut, planen die Video-Produzenten bereits die Abwehrstrategie gegen die drohende Napsterization of Video. Dass es selbst mit einem 300kbit/s-DSL-Zugang, mindestens zwei Stunden geht bis ein ganzer Spielfilm heruntergeladen ist, scheint die Studios, wie es heuer anlässlich der Western Cable Show in Los Angeles tönt, nicht zu beruhigen. George Bell, CEO des amerikanischen Internet-Providers Excite@Home, ist sich sicher: Der amerikanische Konsument kriegt was er will, auch wenn es illegal ist. Also machen sich die Film-Studios bereit für den Kampf. Dies bestätigen auch die Analysten: Die Film-Indutrie wird jeden, den sie des Video-Napsterings verdächtigt mit Anklagen überschütten, meint Phil Leigh, Vize-Präsident der Abteilung Digital Research bei Raymond James. Die Anhörungen zu den Präsidentschaftswahlen in Tallahassee werden im Vergleich wie ein Pfadfinder-Treff aussehen.