Gracenote greift Napster unter die Arme

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Heute Abend endet die Frist innert der die Musiktauschbörse Napster gemäss einer richterlichen Verfügung 135000 urheberrechtlich geschützte Musiktitel aus seinem Angebot entfernen muss. Letzten Freitag erhielt Napster von der Musikindustrie eine Liste mit den zu sperrenden Titeln. Weil die Filter, die Napster zur Sperrung von geschützten Musikstücken entwickelt hat, leicht umgangen werden können, hat Napster mit dem US-Unternehmen Gracenote eine Vereinbarung zur Entwicklung besserer Filter geschlossen. Die Gracenote Tochterfirma CDDB besitzt nach eigenen Angaben eine Datenbank mit rund neun Millionen Titeln und 850.000 Alben. Das CDDB-Programm berechnet die zeitliche Signatur der Stücke auf einer CD und gleicht diese Informationen dann mit der Datenbank ab, wobei dem Nutzer der richtige Titelname angegeben wird. Auf diese Weise sollen auf Napster nun auch geschützte Titel gefunden werden, die unter falschem Namen gespeichert sind. Trotzdem liegen sich Napster und die der US-Verband der Musikindustrie RIAA weiterhin in den Haaren. Sie werfen sich gegenseitig Urteilsmissachtung vor. Die Liste mit Musiktiteln, die aus dem Napster-Angebot entfernt werden sollen, entspreche in weiten Teilen nicht den Forderungen des Gerichts, sagte Napster-Chef Hank Barry am Montag. Die Musikindustrie warf Napster dagegen vor, sich dem Urteil nicht beugen zu wollen. Wir haben Anlass zu glauben, dass Napster sich nicht der richterlichen Anordnung beugen wird, sagte ein Sprecher der RIAA.