Hin und her bei Wikileaks
In neu veröffentlichten Depeschen soll Wikileaks die Quellen nicht unkenntlich gemacht haben. Das führte zu harscher Kritik und einer Website die kurzzeitig offline war.
Nun schaltet sich auch die US-Regierung ein: Sie wirft der Enthüllungsplattform vor, mit der Veröffentlichung Tausender neuer Dokumente Menschenleben zu gefährden. Die US-Aussenamtssprecherin Victroia Nuland erläuterte, dass die Publikationen vertraulicher US-Depeschen nicht nur die diplomatischen Beziehungen belasten, sondern auch Leben von Menschen gefährden.
Bei rund 134'000 neue Veröffentlichungen durch Wikileaks sollen Namen der Quellen einsehbar sein – was die Plattform natürlich zurückgewiesen hat, berichtet "Focus Online". Die Plattform habe die Dokumente nur an einige ausgewählten Zeitungen gegeben, um eine Identifizierung der Quellen zu verhindern. Nun will die Organisation aber Dokumente direkt ins Internet stellen.
Assange vs. Domscheit-Berg
Weiter gestritten wird auch auf persönlicher Ebene. Wikileaks-Gründer Julian Assange wirft Daniel Domscheit-Berg, der aus Wikileaks ausgestiegen ist und Openleaks gegründet hat, den Bruch von Absprachen vor. Er habe Journalisten Hinweise zur Öffnung verschlüsselter Dateien gegeben, weiss "Financial Times Deutschland" zu berichten. Assange-Anwalt Eisenberg beschuldigte Domscheit-Berg Informationen zu verbreiten um den Ruf von Wikileaks zu schädigen. Konkrete juristische Schritte wurden aber nicht angekündigt.
Wikileaks leakt
Offenbar ist die Wikileaks-Website darauf hin gehackt worden. Dienstagabend ist die Website gesperrt gewesen. Die Enthüllungsplattform forderte Sympathisanten auf, auf die Site cablegatesearch.net auszuweichen bei der Suche nach veröffentlichten diplomatischen Kabeln. Heute ist Wikileaks aber wieder aufgeschaltet.
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