HP weist Vorwurf zurück, verwanzte Mails zu versenden

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Hewlett-Packard und ihre E-Mail-Partnerfirma Mailprofiler werden derzeit mit Vorwürfen konfrontiert, "verwanzte Medienmitteilungen" zu versenden. Ein Journalist hatte seine Berufskollegen davor gewarnt, dass über Webbugs auf verschiedenen Stufen personalisierte Daten an HP und mindestens ein weiteres Unternehmen (Mailprofiler) übermittelt würden. HP könne dadurch feststellen, welche der Empfänger das Mail, wann und mit welcher IP-Adresse angeschaut haben. Wenn man auf die Links auf die Website von HP klicke, könne HP auch erkennen, wer sich wie lange auf der Website aufgehalten habe und welche Bereiche besucht wurden. HP verwehrte sich in einer Stellungnahme, den von HP Schweiz versandten Medien-Newsletter als Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder des Datenschutzgesetzes (DSG) darzustellen, weil hier weder eine widerrechtliche Bearbeitung von Personendaten vorliege. Der Vergleich mit Wanzen treffe nicht zu und sei nicht angebracht. HP benutze wie viele andere Unternehmen für den Versand eines monatlichen Medien-Newsletters ein System, das mit Funktionen für benutzerstatistische Auswertungen ausgestattet ist. Dabei werde lediglich das Klickverhalten des Users im E-Mail registriert, um später den Newsletter zu optimieren. Es werde zwar gemessen, ob ein HTML-Mail geöffnet werde, der Zeitpunkt der Öffnung werde aber nur anonymisiert erfasst und in keinem Profil hinterlegt. Auch nach dem Klick im Newsletter gebe es keinerlei weitere Messungen. Es würden auch keine Informationen zur IP-Adresse oder zu Soft- und Hardware erhoben, auch wenn dies selbst ohne Einsatz von Mail Profiler möglich wäre. Der Newsletter von HP für Medienschaffende sei gemäss der Datenschutzerklärung von HP so konzipiert, dass festgestellt werden kann, wer den Newsletter und die entsprechenden Artikel abgerufen hat.