IBMs Verkauf an Lenovo rüttelt PC-Markt auf

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Mit einer offiziellen Mitteilung haben Lenovo und IBM heute den Gerüchten ein Ende gesetzt: Der chinesische Computerhersteller Lenovo übernimmt IBMs PC-Geschäft für 1,24 Milliarden Dollar. Wie der Vorsitzende der Lenovo-Gruppe Liu Chuanzhi, in Peking mitteilte, umfasst der Deal das weltweite IBM-Geschäft mit Desktop-Computern, Laptops sowie Forschung und Entwicklung. Zudem werden die Markennamen Thinkpad für Laptops und ThinkCenter für Desktops übernommen. Lenovo zahlt 741 Millionen Franken bar und 684 Millionen Franken in Aktienanteilen. Rund 10'000 IBM-Angestellte sollen zu Lenovo wechseln. Davon würden jedoch bereits rund 40 Prozent im asiatischen Raum arbeiten, heisst es in der Pressemeldung. Nach Abschluss der Transaktion wird Lenovo 19'000 Personen angestellt haben. Der derzeitige asiatische Marktführer will sich durch den Kauf als globale Computerfirma etablieren. Einige Marktbeobachter sind allerdings skeptisch, ob Lenovo die Position als drittgrösster PC-Hersteller halten kann, da es an Erfahrungen ausserhalb von China fehlt. IBM will sich in Zukunft stärker auf sein Geschäft mit Servern, Software, Chips und Services konzentrieren. Analysten wie Forrester begrüssen diesen Schritt, da IBM im Konkurrenzkampf mit Dell und HP die PC-Preise hätte massiv senken müssen, was nicht mit der Konzernstrategie übereingestimmt hätte. Zudem wird nun die Marktposition von Dell und HP verstärkt und eventuell auch die Position weiterer Anbieter wie Fujitsu und Toshiba verbessert.