Informatikermangel: Nur die Spitze des Eisbergs
In der Schweiz haben Unternehmen zusehends Mühe, ihre offenen IT-Stellen zu besetzen. Zum einen wird der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt stärker, zum anderen sind die Zahlen der Hochschulabsolventen im IT-Bereich rückläufig. Zahlen belegen dieses Problem: Laut BFS hat der Index der offenen Stellen für IT-Berufe im dritten Quartal 2006 um 36 Prozent zugelegt (der Durchschnitt liegt bei 19 Prozent). Vor allem die Lage in der Finanzbranche ist angespannt: Credit Suisse etwa hat von den insgesamt rund 7'000 IT-Stellen rund 220 zu besetzen. Aber auch Postfinance sucht 50 gut qualifizierte Informatiker. Und auch beim internen IT-Dienstleister der Bundesverwaltung für Informatik und Telekommunikation, wo 800 Personen arbeiten, sind rund hundert Jobs zu besetzen.
Die Zahl derjeniger, die sich zu qualifiziertem IT-Personal ausbilden lassen, muss aber nicht nur um einige Prozente gesteigert werden. Wie Jürg Gutknecht, Informatikdepartementsleiter an der ETH Zürich, meint, haben wir in puncto Informatikgesellschaft erst die Spitze des Eisbergs gesehen. Die Zahl der Abschlüsse müsste über "eine ganze Grössenordnung" gesteigert werden. Doch die Zahl der Schweizer Informatikstudenten ist noch immer rückläufig.
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