Init Seven beklagt 090x-Dialer-Verbot des BAKOM

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Der Zürcher ISP Init Seven hat den Entscheid des BAKOM kritisiert, die Verwendung von PC-Dialern in Verbindung mit 090x-Nummer ab 1. April 2004 pauschal zu verbieten. Statt mit einer vernünftigen Preisobergrenze für 090x-Internet-Angebote die teuren Sex-Angebote zu bekämpfen, mache das BAKOM Tabula Rasa und verbiete damit auch Dial-in Services von Internet-Providern, darunter auch den eigenen kostengünstigen Einwahlservices. Dessen Einwahlnummer 0900 775775 müsse per 31. März 2004 eingestellt werden, alle User müssten die Einwahl ihrer Geräte auf neue Einwahlnummern auf 0840 umprogrammieren. Damit verbunden ist auch eine geringfügige Preisanpassung, da die bisherigen Tarife wegen bestehender Preisvorschriften für 0840-er Nummern nicht mehr gleich weiter geführt werden können. Fredy Künzler, Mitinhaber von Init Seven, beklagte sich vor allem darüber, dass die Branche vor dem Entscheid nicht konsultiert worden sei. Für Init Seven bedeute die Umstellung einen Kostenaufwand. Zudem drohe der Verlust von Kunden. Diese können nämlich nicht vom Provider direkt benachrichtig werden, da es sich um einen anonymen Einwahl-Service handelt. Gemäss Künzler wird der betroffene Service von Init Seven 300'000 Minuten pro Monat genutzt, schätzungsweise von etwa 1000 Personen. BAKOM-Mediensprecher Bernhard Bürki sagte, dass für die Einführung einer Preisobergrenze für 090x-Nummern die gesetzliche Grundlage fehle. Er bedaure, dass der Entscheid auch seriöse Dialer-Anbieter treffe, das Problem mit den unseriösen Anbietern sei aber gigantisch gewesen und habe Massnahmen erfordert. Zum Vorwurf, die Branche nicht konsultiert zu haben, sagte Bürki, das BAKOM habe sich bei der Konsultation auf die grossen Fernmeldedienstanbieter und die Konsumentenschutzorganisationen beschränkt.