Insieme-Nachwehen: Unisys verlangt 18 Millionen Franken für getätigte Arbeiten
Wie aus einem Bericht der Sonntagszeitung hervorgeht, soll der Bund nicht bezahlte Softwarekomponenten des IT-Dienstleisters Unisys verwendet haben. Dabei geht es um das IT-Projekt "Insieme" bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Vom Bund wurde das Projekt am 8. April 2005 öffentlich ausgeschrieben und nach knapp einem Jahr an Unisys vergeben. Man widerrief allerdings am 29. August 2007 den Zuschlag, mit der Begründung, dass die Software-Komponenten bereits veraltet sein würden, bevor sie zum Einsatz gelangten. Nach der Widerrufung legte Unisys Beschwerde ein. Am 30. Januar 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht in einem Zwischenentscheid dem Verfahren die aufschiebende Wirkung entzogen. Mit seinem Urteil vom 29. April hat das Bundesgericht eine Beschwerde gegen diesen Zwischenentscheid abgewiesen. Laut der Sonntagszeitung sollen nun unveröffentlichte Dokumente belegen, dass die Bundesbehörden die Unisys-Arbeiten weiterhin verwenden. Unisys verlangt deshalb rund 18 Millionen Franken für getätigte Arbeiten. Der Bund hat derweil das Projekt noch immer nicht neu ausgeschrieben.
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