Intel droht ein Kartellverfahren der EU

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Die Europäische Kommission steht angeblich kurz davor, ein Kartellverfahren gegen den amerikanischen Chiphersteller Intel einzuleiten. Fünf Jahre dauerten bisher die Untersuchungen zu dem offenbar anstehenden Verfahren. Wie das Wall Street Journal heute berichtet, lägen der Europäischen Union nun ausreichend Beweise vor, um gegen Intel rechtlich vorzugehen. Die Ermittler hätten einen schriftlichen Entwurf verfasst, der den Verdacht auf unlauteren Wettbewerb des Chipherstellers bekräftigen soll. Falls der Entwurf den nun folgenden intensiven juristischen Prüfungen standhalte, werde er an Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes weitergeleitet, die voraussichtlich noch in diesem Jahr eine Entscheidung über ein Verfahren fällen werde. Kommt die Wettbewerbskommissarin zu dem Schluss, dass Intel tatsächlich gegen das europäische Kartellrecht verstossen hat, muss der US-Konzern mit einer Strafe rechnen. Ausserdem könnte er dazu gezwungen werden, seine Geschäftspraktiken zu ändern.
Das Verfahren geht auf den Intel-Konkurrenten AMD zurück, der Intel den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung auf dem Markt für Computer-Prozessoren vorgeworfen und dadurch die Ermittlungen ins Rollen gebracht hat.