Intel droht eine weitere Milliardestrafe
Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat ein Verfahren gegen Intel eröffnet. Grund sind milliardenschwere illegale Rabatte und Bestechungszahlungen in der Computerbranche. Intel soll über Jahre seine Marktmacht missbraucht und die Hersteller mit unerlaubten Methoden zum Einsatz von Intel-Chips gedrängt haben.
Erst im Mai dieses Jahres war Intel von der EU zur Zahlung einer Rekordbusse in Höhe von 1,06 Milliarden Euro verurteilt worden. Grund waren illegale Zahlungen in der Computerbranche. Intel hatte nach Meinung der EU Händler sowie Computerhersteller mit Rabattbedingungen und der Androhung von Nachteilen dazu genötigt, keine Prozessoren anderer Hersteller zu kaufen. Intel bestreitet dies und geht gegen das Urteil zurzeit rechtlich vor.
Die neueste Entwicklung könnte Intel auch auf anderer Ebene in Schwierigkeiten bringen. Bereits seit 16 Monaten untersucht die US-Antitrust-Behörde Federal Trade Commission (FTC) die Praktiken des Konzerns. Beobachter glauben nun, dass Cuomos Schritt die Eröffnung eines Verfahrens erhöhen könnte.
Über die Jahre war Intel immer wieder illegaler Geschäftspraktiken beschuldigt worden. Unter anderem von Hauptkonkurrent AMD. Auch hier steht Intel ein Verfahren vor. Ende 2010 wird dieses im US-Bundesstaat Delaware eröffnet werden. Die aus dem Jahr 2005 stammende Klage gilt als Auslöser für die Untersuchungen von verschiedenen internationalen Wettbewerbsbehörden.
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