Internet: CH-KMU zögern trotz guter Infrastruktur

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Die Schweizer KMU befinden sich derzeit am Anfang der zweiten Entwicklungsphase der Internetnutzung. Nachdem das Vertrauen in die Technik aufgebaut wurde, werden erste geschäftskritische Prozesse mit Hilfe des Internets unterstützt. Dazu werden Schweizer KMU im Jahr 2002 rund 2,7 Milliarden Franken ausgeben. Zu diesem Fazit kommt eine Studie im Auftrag der Task Force KMU des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco). Die Verfasser der Studie, die Dr. Pascal Sieber & Partners AG halten darin fest, dass die Internetnutzung zur Normalität geworden ist. Dabei gibt es klar favorisierte Anwendungen: Über 80 Prozent der KMU verwenden Email, und 40 Prozent präsentieren sich im Netz mit eigener Website. 23 Prozent nutzen ein fremdes, 10 Prozent ein eigenes Extranet. Von den Unternehmen mit Internetanschluss kaufen 28 Prozent über das Netz ein. 13 Prozent der Unternehmen mit Internetanschluss verkaufen Ware oder Dienstleistungen über das Netz. Bremsend auf die Internetnutzung wirkt sich die Einschätzung vieler KMU aus, dass sich ihre Produkte für das Internet nicht eignen. Zudem befürchten viele zu grosse Veränderungen der Geschäftsprozesse, wollten sie das Internet intensiver nutzen. Aus diesen Gründen wird die Spitzenposition, die die Schweiz im internationalen Vergleich bei der Vernetzungs-Infrastruktur und der Anschlussqualität einnimmt, nicht intensiver genutzt. Die Anwendungen befinden sich auf einem relativ bescheidenen Stand. Der Standortvorteil wird demnach zu wenig für Produktivitätssteigerungen genutzt. Die Studie, die den aktuellen Stand der Internetnutzung in unterschiedlichen Branchen beschreibt, kann kostenlos heruntergeladen werden.