ITU: digitaler Graben verschiebt sich

Uhr | Aktualisiert
Die Internationale Telekommunikations-Union (ITU) sieht eine Verkleinerung des digitalen Grabens zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern im Bereich Telefonie. In ihrem Bericht anlässlich der dritten Weltkonferenz über die Entwicklung der Telekommunikation vom 18. bis 27. März in Istanbul argumentiert die ITU mit der Verbreitung der Mobiltelefonie: Nun hätten auch die ärmsten Länder besseren Zugang zur Telekommunikation. Die ITU untermauert diese Behauptung mit Zahlen: 22 der 49 ärmsten Länder hätten 2001 mehr Mobilfunknutzer gehabt als Festnetztelefonierer. Wichtig für diese positive Entwicklung sei ein freier Wettbewerb und die Verfügbarkeit von Prepaid-Angeboten. Im Bereich Internet habe sich der Graben hingegen vergrössert: Schlechte Bandbreiten erlaubten es zum Beispiel vielen Afrikanern lediglich, das internet für E-Mails zu nutzen – Surfen sei dagegen kaum möglich. Um diese Situation zu verbessern, müssten Regierungen, Entwicklungsorganisationen und Wirtschaft kooperieren.